Der Oberarzt und das Energiefeld

[Sekretärin will mir ein Photo zeigen, hat aber schlechten Internetzempfang in ihrem Büro. Fuchtelt also mit Händi in der Luft herum.]

Oberarzt R. betritt den Raum. Guckt etwas indigniert.

Sekretärin: Ich versuche, ein Energiefeld zu erhaschen!

OA R. und ich wechseln einen Blick.

[Sekretärin fuchtelt weiter mit dem Händi.]

OA. R.: Energiefeld? Ich habe doch soeben den Raum betreten!

[In diesem Moment klingelt das Oberarzthändi. Er geht ran und telephoniert kurz.]

Sekretärin: Er hatte recht. Wo er ist, ist Empfang…

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Satz des Tages

[aus einem Langzeit-EEG-Befund]

Damit geht das Feld über einen benignen steilen Transienten des Schlafes hinaus.

Kommentar einer Sekretärin: Wenn ich einem benignen steilen Transienten in meinem Feld während des Schlafes begegnen würde, würde ich mich mal abwechslungsweise freuen ROFL.

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Halbjahresjammern

Wer mich kennt, weiß, dass ich Jammern nicht leiden kann, schon gar nicht das Bejammern mehr oder weniger nicht zu ändernder Um- und Zustände. An diesem Wochenende war es mal wieder soweit, dass allenthalben landauf, landab ungestraft gejammert werden durfte.

Die Zeitumstellung.

Außerhalb der beiden entscheidenden Wochenende habe ich noch niemals jemanden über die Zeitumstellung bzw. die Sommerzeit im besonderen jammern hören. Im Gegenteil, wer sitzt im Sommer nicht gerne bis spät in die Nacht draußen und erfreut sich noch Stunden nach dem Sonnenuntergang am himmlischen Farbspiel? Ich habe auch noch nie eine Klage darüber vernommen, dass wegen der doofen Sommerzeit die Sonne im Sommer eine Stunde später aufgeht.

Alle halben Jahre kann man sich allerlei wissenschaftlichen und parawissenschaftlichen Erkenntnisse über unseren Biorhythmus, die biologische Uhr und dergleichen mehr anhören. Ich nehme diese Erkenntnisse durchaus ernst. Ich nehme auch Leute ernst, die mehr Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung haben als ich. Ich glaube allerdings nicht ernsthaft daran, wie es mir die Pro7-Nachrichten gestern nahelegen wollten, dass tatsächlich eine Mehrheit der Deutschen nicht mit der Sommerzeit zurechtkommen. Mit der jeweiligen Umstellung, gut. Akzeptiert. Aber doch nicht den ganzen Sommer lang! Wie anpassungsfähig unsere inneren Uhren sind, weiß doch jeder, der mal über ein paar Zeitzonen gefolgen ist. Erst ist man etwas irrtiert, aber dann gehts doch irgendwann. Oder haben alle Au-Pairs in den Staaten ein ganzes Jahr lang Jet-lag?

Ich komme mit der Umstellung eigentlich immer ganz prima zurecht mit einer ganz einfachen, inzwischen technisch auch wunderbar unterstützten Strategie: Ich denke möglichst wenig daran. Früher hatte ich als einzige Uhr oft nur einen Wecker. Später traten diverse technische, ebenfalls die Uhrzeit anzeigenden Geräte in mein Leben. Diese stellen sich inzwischen ohne jede weitere Information von selbst um. Da ich in aller Regel am betreffenden Sonntag ausschlafen kann, bemerke ich die Zeitumstellung hauptsächlich lediglich durch das einwöchige mediale Gejammer. In unserem Haushalt tut sich tatsächlich unsere Wetterstation mit Funkuhr am schwersten, sie sträubte sich mit Händen und Füßen gegen das die Umstellung einfordernde Signal.

Im englischen heißt die Sommerzeit Daylight saving time. Das ist doch ganz treffend. Da ich selbst viele Jahre im Einzelhandel mit den bekannten Öffnungszeiten gearbeitet habe, wusste ich die langen Abende, die auch mir im Sommer noch ein paar Sonnenstunden schenkten, sehr zu schätzen. Schaffte man die Sommerzeit ab, würden sich wahrscheinlich sehr schnell sehr viele Zeitgenossen darüber beklagen, dass es im Sommer abends so früh dunkel wird. In diesem Sinne könnte man natürlich auch eine ganzjährige Sommerzeit diskutieren. Das wäre nämlich im Winter auch ganz nett: morgens ist es so oder so dunkel, aber nachmittags eine Stunde länger hell.

Glücklicherweise hat die Bundesregierung unlängst aus aktuellem Anlass verkündet, dass eine Abschaffung der Sommerzeit nur im Einklang mit sämtlichen EU-Staaten denkbar sei. Da denke ich dann doch realistisch und gleichzeitig gelassen, dass mir meine Sommerabende erhalten bleiben. Nur das Gejammer der selbsterklärten Chronobiologen, das bleibt mir damit wohl auch erhalten. Jetzt ist ja erstmal wieder eine Weile Ruhe ;-).

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Kreativer Urlaubsgruß

Gestern erreichte mich ein sehr spezieller, mich zwischenzeitlich zum Fast-Totlachen animierender Urlaubsgruß. Postkarten waren vorgestern, SMS-Grüße gestern, ab heute wird gebastelt!

Es ging schon gut los:

ulli_1Da hatte ich schon meinen ersten Lachanfall. Und Leute, ob Ihrs glaubt oder nicht, aber diese Pflaster kleben besser als jedes Klebeband! War gar nicht so einfach, das Ding aufzufummeln ;-).

ulli_2Dann die Überraschung: Es entfaltete sich ein ziehharmonikaartig gefalteter Urlaubsbericht aus dem 17. Bundesland von der spanischen Insel Mallorca.

ulli_4Liebevoll an den Übergängen zwischen Zetteln und Postkarten zusammengenäht!

ulli_3War allerdings insgesamt ein Fall für den Graphologen, wie es die Verfasserin auch selbst einräumt.

Das Fazit der Urlaubspost: Mallorca soll ja bekanntlich auch schöne Ecken haben. Um diese zu erreichen, sollte man aber Autofahren können/wollen. Sonst geht es gar nicht. Und macht bloß nicht diese 4.5-Stunden Bootfahrt!

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Schneller als die Polizei erlaubt :-D

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Innerhalb der Molen nicht schneller als 6 1/2 Knoten, Kollege! Und schon gar nicht direkt vor dem wachsamen Auge des Turms! :-)

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Zum ersten Mal

lote ich den Placeboeffekt aus.

Als Schreibtischtäter ist man ja eigentlich automatisch schultermuskulaturverspannt. Echte Schmerzen habe ich eigentlich nicht, nur manchmal eben so ein Hmpf-Gefühl zwischen den Schulterblättern.

Gestern hatte dann der (Medizin studierende) Hiwi des Instituts, das mich ein wenig adoptiert hat, Tapes dabei. Ihr wisst schon, der letzte Schrei der Physiotherapie, diese bunten Klebchen, die auf die Problemzone aufgeklebt werden und dann verschwindet diese und dann passieren allerlei wundersame Dinge. In verschiedenen Farben, auf jeden Fall leuchtend. Rote Klebchen wärmen (gut bei Verspannung) und blaue kühlen (gut bei Verstauchungen). Der Hiwi geht nämlich nebenher beim Chefgipser der Uniklinik in die Lehre und lernt dort gipsen und tapen. Da hab ich mir gedacht, lass den doch mal Klebchen zwischen die Schultern beppen, schaden kann es ja bekanntlich nicht.

So kam es, dass ich gleich als Vorführobjekt herhielt, da Hiwi #1 (9. Semester) Hiwi #2 (7. Semester) das tapen gleich erläuterte und dabei mit den schönen lateinischen Muskelnamen um sich warf und auch eine Stelle benannte, über die man niemals tapen dürfe, da einem im Extremfall die Patientin dann auch abschmieren könne. Ich hab das nicht weiter hinterfragt, aber er hat es offensichtlich geschafft, dieses zu vermeiden.

Nun ist ein Tag vergangen, und außer dem etwas gewöhnungsbedürftigen Gefühl, wenn man sich auf der Schulter kratzt und denkt, Hä? Stoff?, habe ich noch nicht viel bemerkt. Dazu muss allerdings erwähnt werden, dass wir gestern Kaminholz in Form zweier Raummeter Buchenholz geliefert bekommen haben, die ich per Schubkarre zum Holzunterstand brachte, wo der Kapitän damit Tetris spielte die Scheite ordentlich einstapelte. Tja, und ob nun das Tape oder die feine körperliche Betätigung gut waren, ist somit nicht mehr zu differenzieren.

Fakt ist aber, dass ich die Tapes noch 6 Tage tragen werde, während ich einigermaßen realistisch davon ausgehe, dass in den folgenden Tagen nicht noch weitere Raummeter Buchenholz verräumt werden müssen. Ich werde also weiter berichten.

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Satz des Tages

“Beiß mich nicht in den Achtersteven!”

Ein Patient, in fluchender Absicht, beim (vergeblichen) Versuch, seine Bildungsbiographie zu berichten.

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