Roger Willemsen – statt eines eigenen Nachrufes

Matthias Kalle hat so schnell einen Nachruf parat gehabt, dass ich ihn ein wenig im Verdacht habe, dass er ihn nach dem Bekanntwerden von Willemsens schwerer Erkrankung schonmal vorgeschrieben hat. Kann man ja machen. Ich kann ihm nicht viel hinzufügen und schreibe deswegen nichts eigenes. Ich kannte Roger Willemsen gar nicht aus dem Fernsehen, nur als Autoren, empfand ihn als solchen aber sehr inspirierend. Ein sehr besonderer Mensch, der leider, und hier zitiere ich bereits Herrn Kalle, zu früh gegangen ist.

Ruhen Sie in Frieden.

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Strandfund

Für Frau Tonari und Ruthie

  
😃

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Bastian Sick, übernehmen Sie!

😁

  

Ein kleiner Lacher zu Beginn des Wochenendeinkaufs 😉

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Lady Helmchen

Fahrradhelme und ich, das ist so eine Geschichte. Meinen ersten habe ich mir in Stuttgart gekauft, weil die Autofahrer dort dermaßen rücksichtslos gegenüber Radfahrern unterwegs sind, dass ohne Helm zu fahren praktisch Harakiri mit Anlauf ist. Diesen Helm habe ich dann Jahre später mal in der Uni verloren, da war er aber auch schon lange über das empfohlene Höchstalter hinaus. In Bielefeld bin ich dann ohne Helm unterwegs gewesen. Nachdem ich nach Rostock gezogen bin, wollte ich mir dann wieder einen Helm kaufen. Um den lokalen Fachhandel zu unterstützen und weil ich einen Helm wollte, der wirklich gut passt, ging ich in einen bekannten Rostocker Fahrradladen in der Innenstadt. Die professionelle Beratung bestand in dem lapidaren Hinweis, ich solle mir einen Helm aussuchen, der mir gefällt. Na danke. Es richtete dann doch die Amazone. Nun hat dieser Helm auch so langsam die Altersgrenze erreicht, was sich vor allem durch die nachlassende Wirkung des rückwärtigen Feststellrädchens bemerkbar macht. Also habe ich mir aufgrund meiner schlechten Erfahrungen mit dem lokalen Fachhandel immer mal wieder beim Outdoor-Internetzversand diverse Helme bestellt, die aber allesamt nicht passten und/oder extrem schlecht in der Bedienung waren, sprich, man fummelte sich an den Bändchen zu Tode oder benötigte die Hilfe einer weiteren Person. Das geht natürlich gar nicht! Das Helmneukaufprojekt schien gestorben.

Heute waren wir in der Stadt. Eigentlich wollte ich dem Capitano neue Nickis und Socken kaufen, da war aber außer Spesen nix gewesen. Auf dem Weg zurück ins Einkaufszentrum befindet sich dann in einer kleinen Seitengasse das lokale Fachgeschäft. Irgendwie schaffte es der Capitano, mich von einem selbstredend vollkommen unverbindlichen Besuch des Geschäfts zu überzeugen. Ratlos stand ich vor der Wand mit den Helmen und dachte an den wenig hilfreichen Tipp vor fast fünf Jahren. Also suchte ich mir einen Helm heraus, der mich zumindest optisch überzeugte. Ich setzte ihn auf. Er passte wie angegossen, wesentliche Veränderungen der seitlichen Bänder waren nicht notwendig, und zudem hatte der Helm den von  mir sehnlichst ersehnten Einhand-Magnetverschluss. Nun tauchte der Fachverkäufer auf. Er lobte Sitz- und Passform, pries die von uns noch gar nicht bemerkte zusätzliche LED-Leuchte hinten sowie die hochwertige Verbindung zwischen Schale und Oberfläche. Und zack! War der Helm gekäuft. Im lokalen Fachgeschäft. Nicht heruntergesetzt. Gut, die Fachberatung beschränkte sich auf das Loben meiner ausgezeichneten Auswahl, aber gut. Zudem brachte uns der Besuch des Ladens noch die Information ein, wo wir meinen schönen alten italienischen Rennradrahmen sandstrahlen und pulverbeschichten lassen können. Also perfekt. Und ab Montag dann also mit einem wunderschönen, passgenauen und einhandbedienten Helmchen zur Arbeit!

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Gute Aussichten

Der Blick aus dem neu dazugekommenen Zweitbüro (letzte Woche):

Bei gutem Wetter kann ich bis zum Hafen sehen :-) Hoffentlich konterkariert das nicht den eigentlichen Plan. Nachdem nun der Schreibtisch gekommen und Telefon und PC angeschlossen sind, kann der Endspurt losgehen. Die guten Aussichten sind übrigens nicht nur wörtlich zu nehmen, denn bei erfolgreichem Abschluss sollte sich die berufliche Situation dauerhaft entspannen. Und das können wir gut gebrauchen, wie wir gerade merken.

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Schneespaziergang

Bevor das hier alles wieder wegtaut, sind wir heute Mittag einmal durch den Schnee gestapft.

Heute nacht hat es geschneit und entsprechend die zugefrorene Warnow in ein Schneefeld verwandelt. Rechts die Albert Johannes, ein niederländischer Schlickrutscher.
Die Dalben erleichtern den Zollbooten die Einfahrt. Manch Pfützenkapitän lässt tatsächlich sein Plasteboot im Wasser.
Die Spuren des Capitano im Schnee auf dem Anleger. Das Zollboot Usedom – wie es aussieht, können die Bad Boys derzeit auf der Ostsee ungehindert Schindluder treiben. Was ausdrücklich kein Aufruf zu Straf- und Missetaten aller Art sein soll!

Schade, dass der Wintereinbruch schon wieder ein Ende haben soll. Ich hatte mich gerade an das Fahren mit Spikes gewöhnt :-D

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Rakott krumpli

Lecker:

Nachdem wir im letzten Jahr von einer Ungarin vorzüglichst u.a. mit diesem leckeren Gericht bekocht wurden, und nachdem nun Anikó neulichst mit Kartoffelgerichten mir den Mund wässrig machte, wollte ich endlich auch mal Rakott krumpli kochen. Passenderweise hatte der Capitano gestern ein paar Kartöffelchens mehr gekocht, und das ungarische Schnabulantienpaket fand auch heute noch seinen Weg in unsere Küche.

[Ich bin Anikós Tipp gefolgt und habe einen Haufen Wurst, Speck und Paprika bei paprikaland.de bestellt – sehr empfehlenswerter Versand! Freundlich und sehr schnell!]

Bei rakott krumpli ist es sicherlich so wie bei vielen anderen Klassikern in einer nationalen Küche: Es gibt so viele Varianten, wie das entsprechende Land des Kochens mächtige Einwohner hat. Ich sag nur Original Thüringer Klöße. Bei dem Festessen neulich bestand das Gericht meiner Erinnerung nach hauptsächlich aus Kartoffeln, Kolbász und Ei, überbacken mit dünnen Speckscheiben. Ob überhaupt Sahne dran war, ist mir nicht erinnerlich. Anikó hat eine Variante völlig ohne Speck, dafür mit Käse. Wir persönlich mögen zwar beide auch gerne mit Käse überbackene Gerichte, aber beim rakott krumpli besteht für mich der Reiz eines ganz und gar männlichen Gerichts darin, dass es eben mit Speck und nicht mit Käse überbacken ist ;-)

Hier nun meine persönliche, heute selbst erfundene Version des rakott krumpli:

gekochte Kartoffeln (hier 3)

gekochte Eier (hier 2, ich hab sie hart gekocht, bei Erzsi waren sie noch etwas weich)

Paprikakolbász (hier: vom ungarischen Mangalica-Wollschwein)

Speck (hier: aus Kolozsvar)

Zwiebel (hier: 1 weiße)

Salz, Pfeffer, etwas Weißwein und etwas Sahne, Paprika

Gerät: unser kleiner, gusseiserner, innen emaillierter Bräter, der auf dem Induktionsherd auch funzt

Bräterchen mäßig erhitzen, die Schwarte vom Speck etwas auslassen, dann die dünnen Speckscheiben ebenfalls anschwitzen, aber nicht zu sehr ausbraten. Speck wieder herausnehmen, im Fett (bei mir war es ausreichend :-P ) die Zwiebelringe glasig schwitzen, auch wieder herausnehmen. Platte ausschalten, Ofen auf 180° C vorheizen (hier: ohne Umluft). Im Bräter die Kartoffelscheiben, die in Scheiben geschnittenen Eier und Kolbász und die glasigen Zwiebelringe einschichten. Etwas Weißwein und Sahne dazugeben, die Speckscheiben ganz nach oben und ab in den Ofen für 30-40 Minuten, aufpassen, dass der Speck nicht zu dunkel wird.

Dazu isst man saures Zeug, in unserem Fall Gürkchen, und trinkt einen lecker Weißwein. Hinterher kann ein Pálinka hilfreich sein ;-)

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