Über die Nähe von Freud und Leid

Der Volksmund spricht, dass Freud und Leid oft nahe beieinanderliegen. Das ist keine neue Information für mich. Aber wenn das einem das Universum mal knallhart in die Biographie kalligraphiert, ist das eine andere Hausnummer. Auch wenn, oder vielleicht sogar weil man diejenigen auf der Freudenseite ist.

Jedenfalls hat der Capitano gestern auf einem Hochseeangelkutter angemustert zu Bedingungen, die man insgesamt nur als Sechser im Lotto beschreiben kann und damit wahrscheinlich noch untertreibt. Man könnte wirklich vom sogenannten Traumjob sprechen.

Umso mehr sind unsere Gedanken bei der Familie auf der anderen Seite.

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Meinem Großvater

Alles Liebe zum Geburtstag.

Er wäre heute hundert Jahre alt geworden.

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Helle Aufregung!

Die Berlin ist da!

Leider sind dann wohl die Tage der Prins Joachim gezählt. Aber wie aufregend, die Indienststellung einer neuen Fähre erlebt man ja auch nicht jeden Tag.

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Tomatenalarm!

Da es in der Aufzucht der ackerbauschen Tomaten nur sehr zögerlich und spärlich zugeht, haben wir gestern also auf Nummer sicher doch noch ein paar externe Tomaten zugekäuft, und zwar Freilandtomaten, die auch tatsächlich für die Aufzucht unter freiem Himmel geeignet sein sollen, sowie veredelte Sorten, die mehr Ertrag versprechen. Nun brauchen wir nur noch das seit gefühlt Jahren gewollte Gewächshaus.

Hier die einzige bislang nennenswerte Tomate, eine aus dem mit „Fleischtomatenmix“ beschrifteten Tütchen. Etwas Hoffnung machen noch Himbeerrose (hatten wir letztes Jahr schon – top!) und eine einzelne Johannisbeere. Mal sehen.

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Ragout fin aka Würzfleisch 

Und nun das Rezept in Form eines frei von mir aus mehreren Chefkoch.de-Einträgen extrahierten Vorgehens.

Ragufeng aß ich schon als Kind gerne. Kleine Förmchen und das optionale Nachwürzen mittels Zitrone und Orchestersauce* waren für mich unwiderstehlich, außerdem war das Ganze mit Käse überbacken! Köstlich!

Wahrscheinlich gibt es Puristen, die streng zwischen Ragout fin und Würzfleisch differenzieren. Wahrscheinlich gibt es auf beiden Seiten strenge Verteidiger der jeweils entsprechend geltenden Kriterien, ob es nun das eine oder das andere ist. Wahrscheinlich ist ein Alleinstellungsmerkmal, ob das Endprodukt noch mit Käse überbacken ist oder nicht. Für mich ist es aber Fakt, dass man in jeder 08/15-Spelunke, ob man da nun das eine oder das andere auf der Speisekarte findet, auf jeden Fall immer das gleiche bekommt: ein wie auch immer zusammengesetztes Ragout, das mit Käse überbacken in kleinen Förmchen, flankiert von kleiner Gabel und kleinem Löffel sowie Zitronenschnitz und Orchestersauce serviert wird.

Man benötigt:

Kalbsschnitzel (hier: 400g ergeben mit dem Rest der Zutaten vier volle Förmchen)

Pilze (hier: 8 braune Champignons)

Lauchzwiebeln (hier: 2 mitteldicke)

Brühe (Gemüse, Huhn, falls vorhanden natürlich Kalb; hier: Huhn, selbstgemacht)

Sherry (hier: trocken)

Käse (hier: Cheddar, es geht aber auch jeder andere würzige, zum Überbacken geeigneter Käse)

Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Orchestersauce, Kartoffelmehl

UND NATÜRLICH 4 übelst tolle, sündhaft teure Förmchen in marseilleblau, passend zur gleichfarbigen Pfanne derselben Firma! [Oder alternativ natürlich jede andere Form ofenfester Förmchen.]

Kalbsschnitzel in kleine Stückchen schneiden, Lauch in Ringe, Pilze in Scheibchen. Eine schwere Pfanne langsam heiß werden lassen (hier: Gusseisen). Butter schmelzen. Die Kalbsschnitzelschnitzel nach und nach in die Pfanne geben, wenn man alles zugleich hineingibt, stimmt die Hitze nicht mehr und Fleischsaft tritt aus. Zwiebeln und Pilze hinzufügen, salzen und pfeffern. Alles schön brutzeln lassen, mit Sherry ablöschen, einkochen lassen, Brühe angießen, alles auf niedriger Stufe ziehen lassen. Eigentlich könnte/sollte man nun alles aus der Pfanne herausnehmen, eine Mehlschwitze anrühren und alles wieder hineingießen, ich habe mir das beim zweiten Mal aber gespart und einfach ein paar Kellen Flüssigkeit in eine Blechtasse gefüllt, dort mit Kartoffelmehr verrüht und das Ganze wieder an den Rest gegeben. Viel einfacher und man erspart sich den manchmal ja doch etwas aufdringlichen Mehlschwitzengeschmack. Inzwischen irgendwann einmal den Backofen einschalten auf 180° C Ober-/Unterhitze. Wenn die Masse eine zufriedenstellende Konsistenz aufweist, noch einmal mit Salz und Pfeffer sowie Zitronensaft und Orchestersauce abschmecken, dann in die Förmchen füllen, Käse obendrauf legen und ab in den Ofen! Wenn der Käse eigentlich fertig ist, einfach noch einmal scharfes Paprikapulver darüberstreuen. Bevor dieses verkohlt, ist das Ragout fin fertig. Es wird auf einem Holzbrettchen mit einem kleinen Löffel und einer kleinen Gabel, einem Zitronenschnitz und Orchestersauce serviert. Dazu passt ein trockener Weißwein.

* Orchestersauce, die. In Anlehnung an eine britische Würzsauce in Dresden entwickelte Sauce, die abweichend vom Original wahrscheinlich aus Gründen keinen Sherry, dafür aber unter anderem Schweineschmalz enthält.

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Förmchen, farblich passend 

  
Neu im Haushalt willkommen sind diese neuen, farblich zur Pfanne passenden Förmchen. Natürlich wurden sie sofort mit Würzfleisch und Käse beschickt und weilen aktuell im Ofen 😁🍴Rezept folgt bei Gelegenheit! Wir genießen noch die Abendsonne 😊. 

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April April

Gestern war uns aus Gründen wenig zum Scherzen zumute, aber einen konnte ich mir dann gestern doch nicht verkneifen 😉

 Immer noch besser als der „Spaß“ vom NDR über die angebliche EU-Verordnung, dass sämtliche Leuchttürme in blau-weiß gestrichen werden müssen. 

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