Konflikt

Max Goldt hat ja mal gesagt, den deutschen Pass hat nicht verdient, wem Baguette aus der Tasche ragt. 


Tja nun. 

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Berlin-Friedrichshain 90er vs. Rostock-Gehlsdorf 10er

Für Kenner der jeweiligen Ortsumstände sicherlich schwer nachvollziehbar, aber eine Gemeinsamkeit des damaligen Friedrichshain und des heutigen Gehlsdorf besteht im Helikopter. Waren es seinerzeit die Autonomen und die Hausbesetzer, die regelmäßigen Hubschraubereinsatz erforderten, sind es in Gehlsdorf entweder der  Notarzt oder der ITS-Helikopter oder aber eben, so wie jetzt auch gerade, der Polizeihubschrauber, der einen ausgebüxten Patienten sucht. Unglaublich, wie einen das Geräusch gerade eines eher stationär operierenden Helikopters unfassbar unter Stress setzt. Hoffentlich finden sie den Patienten, damit man ihm helfen kann.

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Stellenanzeigen

Da bin ich mir ja sehr sicher, dass die Anzeige unter das Antidiskriminierungsdingens fällt. Warum der Mann Vollzeit und die Frau Teilzeit? Warum überhaupt Mann+Frau? Warum muss der Mann der Handwerker und die Frau die Hauswirtschaftsdame sein? Würde es nicht reichen, wenn man zwei Personen sucht, die bereit sind, auf beschriebenem bescheidenen Anwesen im Stall zusammenzuleben und sich eine 1,5-Stelle zu teilen sowie in der Gesamtschau sowohl die handwerklichen als auch die hauswirtschaftlichen Anforderungen eines Nebenwohnsitzes mit angrenzender Jagd zu stemmen? (Natürlich würden die Ausschreiber ein entsprechendes klassisches Ehepaar einstellen. Aber so eine Stellenanzeige geht doch eigentlich gar nicht mehr.)

Hier ist es auch eng. Offensichtlich soll auf jeden Fall eine Frau eingestellt werden. Aber halt – da war doch was? Richtig – Antidingensbummenskirchens. Mach mal noch m/w dahinter, damit das klar ist. Aber hoffentlich bewirbt sich dann nicht so eine männliche Krankenschwester.

Hier nun wiederum wird offensichtlich ein Mann gesucht. Möglichst dumm, aber gut manikürt und einschlägig vorbelastet. Zumindest die letzte Anforderung kann ja eine Frau kaum vorweisen. Man fragt sich natürlich auch, was man sich unter einer leistungsgerechten Bezahlung und einem ordentlichen Betriebsklima vorstellen soll.

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Sternenhimmel

In diesem Jahr hat der Sommer wohl entschieden, Urlaub wie jemand ohne schulpflichtige Kinder zu machen, nämlich Ende Mai/ Anfang Juni und nun Anfang September. Ich hoffe allerdings, dass der Sommer an sich nicht kinderlos bleiben wird.

Eine Besonderheit des Lebens in Rostock besteht darin, dass ich selten Sterne sehe. Im Winter, klar, zu kalt und zu wenig unterwegs, im Sommer ist es so lange hell, dass wir dann eher schon im Bett sind. Durch den nahen, durchbeleuchteten Überseehafen kommt eine kräftige Lichtquelle dazu. Das stört mich alles erstmal nicht, fällt aber auf.

Wenn ich dann nun also so draußen bei immer noch 20°C sitze und den Großen Wagen sehe, denke ich so, hej Kumpel, auch mal wieder da? Ist schon wieder ein Jahr rum?

Dazu hängt ein Halbmond in den Bäumen.

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Essen

Bei uns gab es heute etwas ganz besonderes:

In Dänemark gibt’s wohl noch Saurier 😳


Es wurde beim Braten immer dicker und war sehr lecker!

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Aufruf

Dem kann ich nur hinzufügen: Sollten Sie mit den beiden Vollpfosten-Parteien sympathisieren, bleiben Sie bitte besser zuhause.

Nachdem die Hellblauen letztens verkündeten, im Landtag auch mit den ganz Braunen mitzustimmen – was die demokratischen Parteien im Landtag bislang verweigerten – entblößten sie ihr wahres Gesicht. In Babyblau gewandete Nazis voller Fremdenhass und Paranoia sind das, deren Oberhäuptling mitten in Prenzlauer Berg in der Pappelallee residiert, in MV aber die Angst vor dem Multikulti schürt. Die Sprüche auf den Wahlplakaten sind so harmlos wie austauschbar, ich frage mich ernsthaft, wer die wählen soll? Und vor allem warum? Mehr Polizei und kostenlose Kindergärten fordern alle Parteien. Enttäuschend in diesem Zusammenhang ist der Wahl, ach, Kampf kann man das gar nicht nennen (mit Ausnahme des tollen Gysi-Auftritts gestern in Warnemünde), der Linken. Der Direktkandidat heißt bezeichnenderweise Bock, wie in Null Bock, und fordert allen Ernstes: Schluss mit Krawatten. Auf den Wahlplakaten ließ er sich von hinten ablichten, als wenn er sich seines Gesichtes oder der nicht vorhandenen Krawatte schämte. Da hätte man angesichts des Rechtsdruckes doch etwas mehr Schmackes versprochen.

Wie dem auch sei: Gehen Sie wählen, und bedenken Sie: Wer hellblau wählt, wird Braunes ernten. Das ist sicher. Aber sagen Sie dann nicht hinterher, das hätten Sie nicht gewusst.

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Hansesail mit der Nikon gesehen

Achtung Spoiler-Alarm: Dieser Beitrag enthält jede Menge Bilder von Schiffen und maritime Informationen. Das wird den ein oder anderen Stammleser nicht überraschen. Menschen, die sich nicht ganz so sehr wie wir für alles rund um die Seefahrt interessieren, könnten möglicherweise genervt sein, denn immerhin ist es meine 6 Hansesail, und die Motive wiederholen sich dann doch. Alle anderen sind herzlich eingeladen, mit unseren Bildern die Hansesail 2016 noch einmal zu erleben.

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Im Stadthafen Spektakel wie immer. Die Schiffe legen zur Ausfahrt ab, die Fähre Gehlsdorf schlängelt sich durch das Getümmel, am Gehlsdorfer Ufer böllern die Verrückten.

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In der Takelage der Greif werden die Segel gesetzt.

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Lotsenversetzboote heute und damals. Die Gellen liegt sonst im Rostocker Museumshafen. Zur Hansesail haben die Lotsen jede Menge zu tun, deshalb sind es auch zwei stationierte Boote. Sonst ist es meist nur eins.

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Allerlei los zwischen den Molen. Die Berlin, ein interessanter Schleppzug, Kronprins Frederik, die Artemis, Polizeiboote, Lotsenboote, die Mercedes unter Segeln – es ist eine Pracht.

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Frau Tonari, Deine Gasttochter hätte mit einer nördlich verlegten Flitteraktion sogar heimische Schiffe bestaunen können! Die japanische Marine sagte sich nämlich, kommt die Hansesail nicht zu uns, fahren wir ehmt hin! Zwei japanische Zerstörer zu Gast in Rostock. Daher wehten auch an all den deutschen Marineschiffen japanische Flaggen als Gruß.

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Bugsier 10 schleppte derweil vollkommen unbeeindruckt von all den Schiffen ein paar Röhren von Special Pipes Constructions hinaus. Im Hintergrund zwei sich nur in äußerlichen Details voneinander unterscheidende Ausflugsdampfer. Auf dem einen kann man übernachten, ich verrate aber nicht, auf welchem.

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Wie immer waren wir zuletzt auf der Helene unterwegs. Der im letzten Jahr dahingeschiedene Papagei wurde offensichtlich durch ein paar ausgesprochene Früchtchen ersetzt.

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Am Ende schenkte uns die ausgehende Beata noch ein interessantes Wende- und Anlegemanöver in Oldendorf, da das Fahrwasser für eine Passage zu knapp war. Die Friseusen- und Nagelcrew orderte entsprechend Helene auf der Helene, ich habe den DJ aber im Verdacht, die Version von Carolin Kebekus gespielt zu haben. Es tat der Stimmung keinen wesentlichen Abbruch.

Danke, Hansesail, danke Wettergöttin, danke an alle, die auch in diesem Jahr wieder ein tolles maritimes Fest ermöglicht haben. Bis zum nächsten Jahr!

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