Urlaubsliebe Sydfalster

Seit fünf Jahren urlaube ich auf dem südlichen Teil der dänischen Insel Falster, seit vier Jahren zusammen mit dem Capitano, und ich muss tatsächlich ein bisschen nachzählen, wie oft wir schon drüben waren. Da trotz Dreifelderwirtschaft und einem jeden Tag unfassbar anderen Licht sich mancher Eindruck wiederholt, könnte es für langjährige Mitleser etwas langweilig werden, während Neulinge möglicherweise entscheidende Informationen vermissen könnten. Zum Nachlesen daher hier frühere Urlaubsberichte:

Hier stimmt der erste Satz schon zu 75% nicht, aber so ist das manchmal. Der Rest stimmt aber. Es war der Katastrophensommer 2011 und trotzdem ein super Einstieg in Sydfalster.

Im Mai 2012 waren wir über Pfingsten in Marielyst. Keine Bilder.

Ein Jahr später erneut im Mai in Marielyst. Und ein Tagesausflug.

Exemplarisch für unseren Ferienhausurlaub schlechthin diese Bilder hier, drumherum gab es noch mehrere weitere Berichte.

2013 gab es noch einen sehr guten Grund, sich in Dänemark herumzutreiben. Dafür überquerten wir Falster auf der Durchreise.

Frühjahr 2014: Wir sind überraschenderweise mal wieder in Marielyst, teils begleitet von unseren lieben Trauzeugen.

Aus Gründen konnten wir im Sommer 2014 nur ein paar Tage in Gedser zelten. Aber die waren toll.

Letztes Jahr dann endlich wieder zwei Wochen Ferienhaus.

Und Mön ist letztlich auch schön.

Den letzten Jahreswechsel haben wir in Marielyst verbracht und sind mit Nebelhorn zurückgekehrt.

Leider werden wir zukünftig kaum im Sommer nach Dänemark fahren können. Jedenfalls nicht mehr für zwei Wochen, wobei mein Traum eigentlich mal gewesen wäre, drei Wochen lang so ein Ferienhaus zu okkupieren. Aber bekanntlich kann man nicht alles haben. Also haben wir uns in diesem Jahr für den Spatz in der Hand entschieden – wer mag schon Tauben?!? – und eine Woche lang ein traumhaftes Haus direkt hinter dem Deich am äußersten Ende von Gedesby besetzt. Bis auf einen Ausflug nach Nykøbing Falster und eine Fahrt zum südlichsten Punkt Skandinaviens im Sturm haben wir tatsächlich auch das Auto stehengelassen und sind viel mit den Rädern unterwegs gewesen. Das hat auf Sydfalster einen eigenen Reiz, da man fast nirgends den kürzesten Weg nehmen kann, sondern eher so im Zick-zack über die schmalen Straßen schnürt. Mit der Zeit haben wir natürlich die besten Wege heraus und können uns immer je nach Wind und Steigungen die besten Routen aussuchen. Aber nun genug gelabert, her mit den Bildern!

Als erstes stelle ich unsere Mitbewohner vor. Wir teilten das Grundstück mit allerlei putzigen Mitbewohnern, aber auch außerhalb der Behausung gab es allerlei Viehzeug.

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Der Amselmann wurde nicht müde, für seine kleine Familie Würmer aus dem Rasen zu ziehen. Das Häschen ließ sich auch ab und an blicken. Die Schwalben wohnten genau über unserer Terrassentür und brüteten dann irgendwann auch tatsächlich. Unterwegs entdeckte der Capitano einen Falken auf einem Briefkasten. Und am Tage der Abfahrt erwischten wir dann noch diese Ricke mit Kitz (nicht im Bild).

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Windgestählte Kiefern gehen ja eigentlich immer.

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Neu im Agrarrepertoire in diesem Jahr: Klee. Ganze Kleefelder gab es diesmal zu sehen.

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Möglicherweise ist es etwas nerdy, sich an geometrischen Formen in der Landwirtschaft zu erfreuen. Mir egal.

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Ein Apfelbaumhaus.

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Gerstefeld vor Leuchtturm❤ .

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Die Hafenmiezen. Lümmeln unter einem Auto mit deutschem Kennzeichen und abgelaufenen TÜV.

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An der Fähre wehen die Fahnen der Anliegerstaaten der Scandlines-Verbindungen – neben Dänemark und Deutschland noch Schweden und Norwegen, außerdem die wohl unvermeidliche EU-Fahne.

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Eine agrarisch geprägte Landschaft, die gleichzeitig seit mehr als 100 Jahren im Takt der ein- und auslaufenden Fähren lebt.

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Wie gesagt war es an diesem Tag eher stürmisch.

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Der südlichste Punkt Dänemarks und damit auch Skandinaviens. Es ist nicht zu fassen, was für ein Rambazamba am Nordkap veranstaltet wird, aber hier am Sydstenen gibts nicht mal ne Bockwurst. Entschuldigung, nicht mal einen Hotdogstand.

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Fährschiff Berlin beim Auslaufen.

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Gerste sieht schon toll aus, besonders wenn es windig ist.

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Nun von der anderen Seite: der Leuchtturm, diesmal nicht hinter Gerste, sondern eher Weizen, wenn ich mich recht entsinne.

Einfach viel zu kurz, Wetter hat gepasst, Haus war ein Traum, diesmal ohne einen Grill heimgefahren, dafür auf dem neuen Schiff, also wie immer alles gut gewesen auf Falster.

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Zum ersten Mal: mit dem Fährschiff Berlin in den Urlaub nach Dänemark

Eigentlich wollten wir schon vor dem Urlaub mal eine Runde mit der Berlin drehen, schließlich ist sie schon ein paar Wochen im Dienst. Aber es hat nicht geklappt, so dass wir mit ihr also gleich direkt in den Urlaub geschaukelt sind.

 

Beim Anlegen an den neuen bereits seit 2012 fertiggestellten Anleger. Etwas aufregend, da wir offensichtlich auf das obere Deck fahren! (Die Prinsen hatten nur ein Fahrzeugdeck.)

Vom Wetter her war es ganz offensichtlich die richtige Entscheidung, Rostock zu verlassen. Wohin auch immer. Achtet mal auf die Fenster dort..

.. denn das ist der Ausblick von dort oben. (Die Weinschläuche stehen zum Probieren im Boardshop.)

An dieser Kombi werde ich mich wohl noch sehr lange erfreuen können. Es fetzt einfach.

Schornsteinmarke und Peilmast.

Das ist schon vor der Rückfahrt im Færgehavn Gedser. Hier hat offensichtlich der Blitz eingeschlagen und die äußerlich unversehrt wirkenden Automaten aus der Ordnung gebracht😉

Na, hoffentlich braucht mans nie.

Schornsteinmarke bei wesentlich besserem Wetter.

Vor Warnemünde wurden die Regatten der Warnemünder Woche ausgetragen.

Le beach.

Das übliche Spiegelbild.

Das obere Deck ist teils offen, so dass man unter Umständen irgendwelche Amiflitzer bestaunen kann.

Begegnung mit dem Fährschiff Mecklenborg-Vorpommern, sie im Fahrwasser Warnowwerft, wir auf der Wendeplatte. Witzig, mit den Prinsen wäre es umgekehrt gewesen, die haben den alten Anleger lieber vom Fahrwasser Warnowwerft her angefahren.

Unser Kapitän hat das mit dem Drehen und Anlegen wohl schon ganz gut raus, so dass wir tatsächlich beinahe pünktlich wieder im Überseehafen fest sind.

Lustigerweise rollt man direkt auf die Huckleberry Finn zu, die einen Liegeplatz weiter gerade beladen wird.

Innen habe ich nicht geknipst. Zu viele Menschen. Also wenn man mal einsam sein will, stellt man sich besser an den Infostand in einem Baumarkt oder so. Gut, in der Saison waren die Prinsen auch immer recht voll. Da hat sich das aber anders (besser) verteilt, es waren ja zwei volle Decks, während es jetzt mit Müh und Not ein Dreiviertel- und ein Vierteldeck sind bei größerer Zuladung (nicht nur Autos, da sitzen ja auch Menschen darin). Insofern empfanden wir es innen recht unruhig und laut, auch eng, es gibt bei weitem nicht genügend Sitzgelegenheiten. Die, die es gibt, sind allerdings teils sehr hübsch an den großen Fenstern, wenn man mal im Winter eine Runde drehen will, sitzt es sich dort sicherlich nett. Essen war das übliche, im einzigen etwas ruhigeren und insgesamt schönsten Bereich das teure All-Inklusiv-Buffet, ansonsten den sogenannten Food-Express, der wohl auch noch etwas üben müsste, um seinem Namen gerecht zu werden. Parfümerie und Boardshop, ja, das wars schon. Es soll wohl W-Lan geben, bei unseren Überfahrten war dieses leider nicht verfügbar. (2 Stunden ohne Internetz, wääääh!!) Sehr schön sitzt man draußen, insbesondere das Achterdeck ist deutlich größer und großzügig bestuhlt, so dass man, die passende Windrichtung vorausgesetzt, dort ausgezeichnet sitzen kann.

Im Vergleich zu den Prinsen fand ich das Schiff eher leise, auch wenn die vorab bereits berichteten Vibrationen durchaus spürbar waren. Im Revierbetrieb fährt die Berlin mit Strom, das macht sich geräuschmäßig deutlich bemerkbar (auch wenn der Kapitän beim Drehen in Rostock irgendwie den Diesel wieder angeschmissen hatte). Es hapert wohl noch an der Wendigkeit, was wir auch in Gedser mehrfach beobachten konnten, das Anlegen und das Drehen dauern noch viel zu lange.

Insgesamt gefällt mir das Schiff gut, aber Scandlines wird sicherlich noch an den Details feilen müssen. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Spannend wird es ja, ob sich das ein oder andere Feedback bereits auf den Fertigbau der Copenhagen auswirken wird.

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Sommermusik

Neben den bereits neulich ausgiebig gelobhudelten Dick Brave and the Backbeats laufen hier aktuell die neuen Scheiben von Robin Schulz und Alle Farben rauf und runter. Also entweder Rock’n Roll oder Clubsound. Die erste von Robin Schulz hatte ich mir wegen Prayer in C gekauft, war vom Rest aber etwas enttäuscht. Zuviel umta-umta, zu wenig Swing. Das ist bei Sugar ganz anders. Das Album kann man prima durchhören, und wenn man dabei zufällig in der Küche hantiert, wackeln die Hüften einfach durchweg mit. Das gleiche gilt für Music ist my best friend von Alle Farben, hier hatte mir das erste Album Synaesthesia aber auch schon gut gefallen, nicht nur wegen des ohrwurmverdächtigen She moves.

Auch die Videos überzeugen:

Vom Polizisten zum Checker dank Robin Schulz. Yeah.

Bezaubernd.

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Schwanenfamilie

Besuchte heute den Capitano in Warnemünde. Dachte so, hä? was findet denn da am Ufer für eine Bestaunung statt?

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Nun hatte ich vom Bug der Tante Maria aus natürlich den besten Blick😉 was mir zahlreiche neidische Blicke einbrachte. Sind die Kleinen nicht niedlich? Allerdings unserer Meinung nach etwas lütt für die Zeit.

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Kindheitsheld

Es ist unglaublich viele Jahre her, ich war klein und meine Schwester noch kleiner, und aus irgendwelchen Gründen waren wir bei Freunden unserer Eltern untergebracht. Meine Erinnerungen sind vage und beinhalten u.a. auch einen bei den beiden überwinternden Igel (das machte man damals so), aber niemals werde ich meinen ersten Bud Spencer/ Terence Hill- Film vergessen, den ich dort sah. [In meiner Kindheit gab es wenig Fernsehen, ich mochte das auch eher nicht.] Ich fand ihn unfassbar komisch, besonders die Prügelszenen. Bemerkenswerterweise kann ich mir heute noch jeden x-beliebigen BSTH-Film anschauen und mich vor Lachen auf dem Boden kugeln, auch oder vielleicht weil die Filme eher einfach gestrickt sind und die Schlägereien mich nicht mehr so reizen.

Die underdogs gegen die Großen, die Arschlöcher gegen die kleinen Leute, Umwelt und Apartheid, sogenannte Investoren in armen oder Krisengebieten, die kleinen Leute eben, denen auch mit körperlicher Gewalt gegenüber den Heinis einmal in ihrem Leben Gerechtigkeit widerfährt. Zauberhaft. Jeder weiß, dass es so nicht immer und überall gehen kann, aber es kann unglaublich befreiend wirken, dass einmal einer (bzw. zwei) den Arschlöchern mal ordentlich auf die Mütze haut, und dann funzt es.

Mit anderen Worten: Ruhen Sie in Frieden, Carlo Pedersoli.

 

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Nun der Nachtrag vom Familienangeln

Es gab das Problem, dass die Bilder zwar in der Kamera anschaubar waren, der Rechner aber die neuen Bilder von der Speicherkarte nicht auslesen konnte oder wollte oder nicht gewollt haben konnte. Heute aber dann die Erkenntnis, doch einfach den Umstand von zwei Speicherkartenslots in Vorteil umzusetzen, und nun kann ich Euch zeigen, was die Nikon von unserem wunderschönen Ausflug auf die Ostsee festgehalten hat.

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So oft habe ich Warnemünde noch nicht von der Seeseite aus gesehen, und schon gar nicht früh am Morgen. Es ist einfach zauberhaft.

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Die Tante Maria kann mit dem Wellengang gut um.

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Die anderen Angelkollegen sind natürlich auch vor Ort.

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Auf der Ostsee muss man sich nicht mit Mehlwürmern und Posen herumplagen, sondern arbeitet mit sogenannten Pilkern und seiner eigenen Kraft.

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Der gefangene Fisch wird weiterverarbeitet…

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… was auch die Möwen freut.

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Lustigerweise sieht es aus dieser Perspektive so aus, als stünden der Bockkran und die beiden anderen mitten im Ortskern.

Hui. Hat Spaß gemacht, aber Ihr glaubt es nicht, was einem anderntags die Gräten wehtun..

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Aktualisierung

Wie versprochen habe ich den gestrigen Beitrag um Kommentare ergänzt.

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