Sardinha assada

Gegrillte Sardinen sind DAS Essen in Portugal. Einfach, preiswert und soooo gut. Es gibt sie an der Küste überall und sie verschafften mir mal ein amüsantes Erlebnis an der alentejanischen Atlantikküste in einem hoch auf einer meerumtosten Klippe befindlichen Restaurant namens Gabriel, dessen gleichnamiger Besitzer mich instruierte, wie der gegrillte Fisch zu essen sei.*

Gestern gab es Sardinen im Lieblingsedeka, und naja, dann warfen wir die Essenspläne vom Wochenende über den Haufen.

Die Sardinen werden gewaschen und ein paar Stunden mit grobem Salz eingelegt. Nein, sie werden weder geschuppt noch ausgenommen.

Dass die Haut dran bleibt, üben wir noch. Aber sieht trotzdem gut aus!

Die klassische Beilage sind Brot mit Salat, Tomaten und Zweibelscheiben, nix groß angemacht, es schmeckt einfach alles aus sich heraus. Ich hab trotzdem noch einen Brot-Tomatensalat dazu gemacht. Vergessen: kleine Kartöffels mit Mojo Rosso sowie etwas Zitrone draufträufeln.

Gabriel hat übrigens damals gesagt, Rotwein dazu sei richtig, das sei ein Fischgericht, das Rotwein erfordere. Und wenn dich die Polizei anhält? Sag du kommst von Gabriel, dann gibt es kein Problem.*

Als Nachtisch gab es Pannacotta mit Mangospiegel.

*Man zieht eigentlich mit dem Kopf die Haut ab und die noch vorhandenen Eingeweide raus und knabbert dann das Fleisch von außen wie bei einem Maiskolben von der Mittelgräte ab. Sauerei des Jahrhunderts, aber was soll man machen. Und Herr Flens freut sich.

*Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dass Fahren unter Alkohol in irgendeiner Form tolerabel ist. Ist es nicht.

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Ich bin diese Person, die sich in die Situation wirft

Bekanntermaßen bin ich eine große Fännin der Blogs von Frau N. und Frau H. und den freundschaftlichen Interaktionen der beiden auf Twitter. Wenn ich recht überlege, habe ich beide Blogs bereits während meines Studiums gelesen (ich glaube, Frau N. habe ich in einem wahnwitzigen Prüfungslernenprokrastinationsprojekt einmal rückwärts bis zum Anfang durchgelesen), die beiden sind also seit mehr als einem Jahrzehnt ein Bestandteil meines Lebens (beide hatten zwischenzeitlich unterschiedlich lange Blogpausen). Seit ich entdeckt habe, dass man ihr Twitter auch lesen kann, wenn man selbst nicht dort ist, verfolge ich natürlich auch die Zwitschereien der beiden.

Im Moment höre ich mich in Vorfreude auf die bereits angekündigte Neuauflage in diesem Jahr durch den großen Adventskalenderpodcast Jetzt sprechen wir wieder über was und bin wieder vollkommen begeistert. Ich kann diese Meisterwerke nur empfehlen, es ist allerdings in der Straßenbahn bisweilen schwierig, das Prusten und Kichern zu unterdrücken. Der Witz ist, dass ich vorher niemals Podcasts gehört habe und mit ihrem Podcast das ein wenig für mich entdeckt habe. In der Bahn sitzen und gesprochene Worte hören ist mein neues Ding. Ich muss dabei allerdings was auf dem Händi spielen, sonst geht es nicht.

Frau N. und Frau H. verdanken wir allerlei Worte und Redewendungen, die es in unsere Alltagssprache geschafft haben. Zum Beispiel ist Es gibt eine Situation eine stehende Redewendung für alle, nun ja, Situationen, die Handlung, meist unverzüglich, erfordern. Diese Wendung habe ich schon erfolgreich in meiner Arbeit ins Team getragen. Ich finde auch Ich bin [nicht] diese Person super, um Haltungen und Meinungen klarzustellen. Oder das Herzbruch’sche Aus allen Gründen. Alles super.

Hört ruhig mal rein, auch wenn ihr sonst keine Podcasts mögt, es haben nämlich sehr viele Menschen berichtet, dass sie eigentlich nie Podcasts hören und Podcasts nicht mögen, aber diesen dann doch. Vermutlich aus allen Gründen.

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Walderlebnisgarten e.V.

Heute war ich in dienstlichen Belangen im Walderlebnisgarten, vormals Gärtnerei Rohde. Das war wieder sehr schön.

Die Gärtnerei Rohde war eine Institution in Rostock. Das (wirtschaftliche) Genick brach ihr, weil durch die vier (!) Jahre dauernde Sanierung des Tannenweges ihre Kundschaft praktisch keine Möglichkeit mehr hatte, zu ihr zu gelangen. Jetzt ist das Gelände von der Familie Rohde verpachtet an einen gemeinnützigen Verein, der das Anbauen von biologisch-dynamischen Gemüse betreibt, sich an der solidarischen Landwirtschaft beteiligt und Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Aufzucht von Obst und Gemüse vermitteln möchte. Sie sanieren die in die Jahre gekommenen Gewächshäuser und sind Raum für viele Menschen, die nicht in die standardisierten Formen passen. Ein idealer Ort, um Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht oder nicht mehr auf den allgemeinen Arbeitsmarkt passen, sinnvolle Tätigkeit und Gemeinschaft zu ermöglichen. Ein sehr schöner Ort.

Es ist ein gigantischer Gewächshauskomplex mit einem zentralen Haus dort, wo der etwas in die Jahre gekommener Schornstein steht. Dort spielt sich das gemeinsame Leben ab, gibt es eine Küche und einen langen Tisch für alle, und von dort gehen links und rechts die eigentlichen Gewächshäuser mit den Gemüsepflanzen ab. Diese Häuser sind in unterschiedlichen Zuständen des Verfalls übernommen worden und werden jetzt in hauptsächlich ehrenamtlicher Tätigkeit nach und nach restauriert. Auch Rehabilitand:innen von uns sind dabei.

Zwei fertiggestellte, restaurierte Gewächshäuser. Es sieht so schön aus! Mit ganz viel Liebe und Hingabe gebaut.

Hier gibt es sehr viel Anzuchtpflanzen zu kaufen. Im Hintergrund der Eingangsbereich, wo die Vereinsmitglieder ihre Ernteanteile abholen können.

Natürlich gibt es eine blutjunge Hofkatze namens Chillie. Bei meinem letzten Besuch im Sommer hatte sie auch noch einen Bruder, der ist leider verschwunden und vermutlich aufgrund von extremer Niedlichkeit einfach gekidnappt worden 😦 Chillie ist sehr freundlich, neugierig und streichelbedürftig, so dass ich jetzt weiß, dass an dem Laborergebnis „Katzenallergie“ tatsächlich was dran ist *hmpf* und ich mit dem lieben Flens, der mir kein Augenjucken und Naselaufen macht, einfach Glück gehabt habe ❤

Hier ist immer Entropie, Unordnung, keine rechten Winkel, keine Saatbänder, alles kann, nichts muss, es ist eine wunderbare Insel am Rande der Stadt, oberhalb eines Recyclinghofes von Veolia, umgeben von hohen Bäumen, die Zufahrt ist für unseren altersschwachen Dienstpolo eine Zumutung, die Menschen sind entspannt und nett, und gleichzeitig wird hier sehr professionell und biologisch-dynamisch Gemüse erzeugt.

Es ist wunderschön.

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Zwei Geburtstage, zwei Geburtstage!

Ich habe gestern meinen 43. Geburtstag gefeiert und heute meinen 44. *heia Frau H.!“ und das kam so:

Im letzten Jahr, es war Pandemie, die Älteren erinnern sich, und die Zahlen stiegen und es gab keine Impfung und keine Schnelltests für jederfrau, und ich hatte, was ja nun wirklich nicht besonders oft vorkommt, an einem Sonntag Geburtstag, und in einem Innenraum wollte ich keineswegs essen gehen, und das Wetter war einfach völlig erbärmlich. Kalt und nass. Natürlich kochte uns die Lady was Feines, aber wir haben gerade festgestellt, dass wir uns nicht einmal mehr erinnern können, was es war. Es war einfach nur ein doofer Tag mit doofem Wetter, das kenne ich von meinen Geburtstage nicht. Gewöhnlich habe ich einigermaßen brauchbares Wetter, ich kann mich nicht erinnern, einmal so einen doofen Geburtstag, wenn auch in bester Begleitung erlebt zu haben.

In diesem Jahr gab es den Plan, gestern nach Stralsund zu fahren, um irgendwo nett zu essen, und heute ins Ozeaneum zu gehen. Die Lady besorgte ein Hotel und die Karten/ Zeitslots für das Ozeaneum, wir betrieben etwas Lokalrecherche, ohne zu einer konkreten Festlegung zu kommen, und stiegen gestern in einen vollkommen leeren ICE nach Stralsund.

Nachdem wir am Hauptbahnhof in Stralsund ein Taxi ergatterten, was sich als unerwartet schwierig erwies, erspähten wir kurz vor Ankunft am Hotel eine größere Terrasse mit Restaurantbetrieb auf der Hafeninsel. Die Sonne schien, es war warm. Nach freundlichem Empfang im Hotel schlenderten wir dorthin, es gab ein Braugasthaus mit jedoch in diesem Moment fehlender warmer Küche und ein griechisches Restaurant, das Poseidon, und dorthin begaben wir uns, um wirklich sehr gut zu speisen, in der Sonne, mit Blick auf den Sund und Brückenöffnungen, und es fühlte sich einfach so gut an, draußen zu sein, richtig gut zu essen (alles inkl. Tsatsiki und Metaxasauce selbst gemacht), sich miteinander wohlzufühlen, und dann sagte ich, okay, das ist dann jetzt mein 43. Geburtstag. Ich habe ihn sehr genossen, mit Ausnahme der Wahlergebnisse am Abend.

Heute dann also mein 44. Geburtstag, er begann mit einem für Hotelverhältnisse fantastischen Frühstücksbuffet nebst versierter, freundlicher Fachkraft, die Salate waren hausgemacht, es war nicht 08/15 Standard, die freundliche und professionelle Fachkraft gab sich große Mühe, trockenen Sekt aufzutreiben, den wir dann draußen im Strandkorb einnahmen, die Sonne ging über der Rügenbrücke auf, Angler… viele Angler… seltsame Personen aus Wernigerode, deren Geschwätz man mit einem harmlosen Kuss zwischen zwei Damen unverzüglich für Minuten unterbrechen konnte, es gab viel zu sehen.

Dann das Ozeaneum. Ich war dort schon mehrmals in unterschiedlichen Kontexten und Begleitungen, das letzte Mal ist allerdings schon eine ganze Weile her, ca. 2013. Wir hatten uns beide sehr gefreut und wurden nicht einttäuscht. Es ist einfach toll.

Bemerkenswert war eine Schulklasse im perfekt Nervalter, ca. 8. Klasse. Mir fiel draußen beim Warten schon auf, dass die Jugendlichen einigermaßen normal gekleidet waren. Also jetzt nicht so wie Erwachsene, aber das ist ja okay. Aber die Mädels waren nicht gekleidet wie Bordsteinschwalben auf Übung und die Jungens nicht wie deren Zuhälter. Auch fortgesetzte Beschimpfungen in Fäkal- oder sonstiger Ghettosprache waren nicht wahrzunehmen. Drinnen waren sie in Kleingruppen unterwegs, alle mit Aufgaben versehen, denen sie eifrig nachgingen. Laut waren sie zwar und rannten auch mal, aber hey, das ist doch wirklich okay. Ich möchte keine Händifilmchen von mir im Netzt entdecken, wie ich seinerzeit mit meiner Hood in der 84 nach Friedrichshagen gegurkt bin. Fröhlich stimmt mich der Umstand, dass es diese Händifilmchen nicht geben kann, weil es damals noch keine Händis gab. Jedenfalls keine gut transportierbaren mit Kamera.

Am besten waren die Pinguine, die machten nämlich bei unserem Auftauchen grad tolle Moves mit aus dem Wasser rausspringen und elegant wieder eintauchen nicht ohne erhebliche Spritzerentfaltung.

DANKE, LADY

Also absolute Empfehlung:

Hotel Hiddenseer, unglaublich zugewandt, freundlich, super Lage, unser Zimmer war angenehm groß und hatte auch ein Sofa, das war gestern nicht unwichtig wegen Wahl gucken. Das Frühstück ging weit über das übliche auch in „besseren“ Hotels hinaus, die Servicekraft sehr aufmerksam, versiert und blickig.

Restaurant Poseidon*, tolles Essen, alles hausgemacht, ich habe jetzt noch die Metaxasauce im Mund, die im Gegensatz zu dem sonst üblichen überhaupt nicht überdickt und mit drölfzig Zusatzstoffen versehen war, so dass mein nächstes Projekt in Sachen Kochen eben Metaxasauce ist. Guter Service, wahrscheinlich Familienbetrieb, und das unter erschwerten Bedingungen, da es keinen Aufzug zur Terrasse gibt, sondern alles tatsächlich vom Erdgeschoss hochgetragen werden muss (und natürlich wieder hinunter).

Das Ozeaneum als Teil des Deutschen Meeresmuseums.

Mit dem Zug nach Stralsund. Hinzu leer und ICE, sanftes Schweben durch die Landkreise Rostock und Vorpommern-Rügen. Rückzu eher voll mit einer Gruppe von vier Personen, die spontan ein Seminar „Einführung in das Schachspiel am Schachbrett live“ abhielten. Sehr unterhaltsam.

Bilder folgen, ich habe ja immer noch Geburtstag!

*habe außer Facebook und unglaublich viele schlechte Bewertungen auf Tripadvisor keinen Link gefunden. Uns hat es sehr gut gefallen und geschmeckt.

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Brückenöffnungen

Wir haben heute gleich zwei Brückenöffnungen sehen können, einmal im zauberhaften Stralsunder Stadthafen und einmal von dort aus die Ziegelgrabenbrücke.

So ist sie halb auf.

So ganz auf. Wenn man reinzoomt, sieht man den Fachmenschen, der das alles bedient und mit Hilfe einer klassischen Kelle den Verkehr regelt.

Auch dieses Straßenstück macht den Booten Platz.

Jetze ist wieder zu.

Ziegelgrabenbrücke. Was für eine Mechanik!

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Ausflug!

Aus allen Gründen.

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Expedition nach Wittenbeck, dienstlich

Schon mit meiner letzten Gruppe war ich im Frühling mehrmals auf einer Brache unterwegs, um ein paar Golfbälle zu schlagen. Pandemiebedingt gab es keinen Rehasport, aber ein Bedürfnis der Teilnehmer:innen nach Bewegung. Das kam gut an und machte Spaß. Daher dachte ich, mit meiner Sommergruppe mache ich das auch mal, und die anderen beiden aus dem Team nehme ich auch mit. Meinen beiden Kolleg:innen machte es so viel Spaß, dass wir beschlossen, eine Exkursion nach Wittenbeck auf den Golfplatz zu unternehmen. Schließlich gibt es auf einen Golfplatz auch Arbeitsplätze. Und, in diesem speziellen Fall, Currywurst.

Wir klärten im Vorfeld alle Fragen rund um die Pandemie (Dürfen wir überhaupt? Dürfen wir Teilnehmer:innen im Betriebsauto mitnehmen?) glücklicherweise in unserem Sinne, und so machten sich am Donnerstag zwei Fahrzeuge auf den Weg zum Golfplatz Wittenbeck (an der Nassen Ecke links abbiegen!).

Herr André empfing uns, hatte viel Zeit für uns und wusste praktisch alles über den Platz, bis hin zu der Anzahl der Gullis und die Länge der Bunkerkanten. Auf allgemeinen Wunsch besuchten wir die auf dem Platz lebenden Tiere.

Schafe. Eine Rasse (Namen vergessen), die auf der Roten Liste steht. Hier wohnen und blöken sie. Sheepyard’s gang.

Hühner. Deutsche Sperber, ebenfalls vom Aussterben bedroht.

Zwergrinder. Rote Liste.

Hier mit einem Schaf im Hintergrund, das den Futtereimer im Gehörn vertäut hat (Hilfe wurde sofort angefordert).

Dann wurden Bälle geschlagen, wobei sich das ein oder andere Naturtalent entpuppte (Kollege M. kam beim dritten Versuch auf 65m, dafür hab ich schon was länger gebraucht), es schien allen Spaß zu machen.

Das Wetter war okay, und zum Abschluss gab es natürlich die beste Currywurst in MV.

Nach drei Tagen, die sich wie eine volle Woche anfühlten, war das eine sehr willkommene Abwechslung, sehr schön, den Tag draußen zu verbringen, wunderbar, die Teilnehmer:innen mal ein paar Stunden ohne Maske erleben zu dürfen (und sie uns), begeistert davon, selbst einen Teil vom Platz kennenzulernen, den ich noch nicht kannte, es war einfach wunderschön.

Für die Teilnehmer:innen war es übrigens auch der beste Tag der Woche.

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Zum Glück habe ich das nicht vorher gesehen

Ich weiß nicht, was ich dann über den Herrn, den ich einfach namentlich gar nicht mehr nennen werde, geschrieben hätte.

Und ich möchte dazu auch nichts mehr sagen. Am Ende wird es sehr emotional.

Ach so, besagter Herr hatte sich ja den ersten Teil nicht angeschaut mit der Bemerkung, das stimme ja sowieso alles nicht. Auch dafür möchte ich gar nicht nach Worten suchen.

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*Fußnote.

Linksruck, der.

Bezeichnung für eine vollkommen überzogenes und katastrophisierendes Szenario, in dem die Mieten bezahlbar für alle sind, der Mindestlohn ein Auskommen auch in den Niedriglohnberufen ermöglicht, das ALG II ohne Gängelungen und mit Unterstützung für den Wiedereintritt in das Erwerbsleben möglichst bürgerfreundlich gestaltet ist, der Staatsapparat seiner Hauptaufgabe der Vorhaltung der Daseinsfürsorge gut nachkommen kann, Reiche mehr Steuern und Arme weniger Steuern bezahlen, der Lebensraum auch für die nachkommenden Generationen erhalten wird, gegen die Klimakatastrophe auf allen Ebenen gekämpft wird, alternative Mobilitätskonzepte entwickelt und umgesetzt werden und dafür gesorgt wird, dass es mehr Gerechtigkeit insgesamt, also auch auf der ganzen Welt gibt.

Wie furchtbar! Da würden wir uns schlimm ärgern!

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Wahlkampfmütend

Wobei, Wahlkampf kann man das ja kaum nennen.

Es vergeht kein Tag, an dem Herr Lusche dem Wahlvolk nicht vorführt, wie ungeeignet auf allen Ebenen er für ein politisches Amt überhaupt und für eines der höchsten im Staat (dritthöchstes?) im besonderen ist.

Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist: Der amtierende Ministerpräsident und Kanzlerkandidat der Union hat sehr viel Druck ausgeübt, damit eine polizeiliche Aktion nicht unerheblichen Ausmaßes erfolgt, die jetzt als nicht rechtsmäßig beurteilt wurde.

Er lügt bezügliche der Wahlprogramme, nicht nur seiner eigenen Partei.

Er beleidigt fast wahllos jede:n politische:n Gegner:in. Heute hat er es geschafft zu behaupten, die SPD habe in den entscheidenden Momenten der deutschen Geschichte immer auf der falschen Seite gestanden. Puh.

Er und sein Parteisoldat Ziemiak warnen in katastrophisierenden Beschwörungen vor den Folgen eines Linksrucks* bis hin zum Zerbrechen der EU, sollte Scholz Bundeskanzler werden.

Während der Bundespräsident redet, ergeht sich Herr Lusche in einen unmotivierten Heiterkeitsausbruch. Während im Landtag von NRW über die Flutkatastrophe und den Haushaltsentwurf für 2022 diskutiert, verlässt er den Plenarsaal und begibt sich zu einem Fototermin nach Paris.

Und ich sehe nur die Spitze des Eisberges, weil ich mir die gängigen Talkshows nicht anschaue und auf Twitter auch nur passiv unterwegs bin.

[Das ist hier jetzt sehr unvollständig, aber ich bin ja auch nicht Journalistin, sondern wollte nur mal meinen Ärger über diese unmögliche Person loswerden.]

Ach so, und was ich absolut nicht verstehe: Wie kann man derart gegen die anderen Beteiligten pöbeln, teils unter der Gürtellinie? Eventuell, wenn es so gut läuft, wie es sich Herr Lusche ja offensichtlich vorstellt, wird man mit denen zusammenarbeiten müssen. Ob das die Angepöbelten bis dahin vergessen haben? Man weiß es nicht, aber sich darauf zu verlassen, erscheint mir gewagt.

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