Achtung! Könnte Neidgefühle verursachen.

An so einem wundervollen Novembersonnabend kann ich es mir leider nicht verkneifen, auf den kleinen Vorteil hinzuweisen, beinahe direkt am Strand zu wohnen😀

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Update

Und vor acht Wochen hatten wir noch 30 Grad. 

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Das geht ja gut los

Hat mal einer auf den Tacho geschaut?!

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Neues Familienmitglied

Es hat sich ja in den letzten Jahren ein wenig herauskristallisiert, dass hafensonnes im Herbst traditionell ein neues teures Haushaltsgerät erwerben. Vor vier Jahren waren es gleich mehrere, da neue Küche, deshalb hatten wir vor drei Jahren ausgelassen. Vor zwei Jahren dann die Kitchenaid und vor einem Jahr nicht ganz freiwillig die Stella (mit der wir im übrigen sehr zufrieden sind!). In diesem Jahr geisterte schon im Frühling die Idee eines größeren und damit auch neuen Kühlschranks herum. Den bisherigen habe ich mir gekäuft, als ich nach Rostock gezogen bin, also vor 5 1/2 Jahren, er war als Singlekühlschrank beinahe perfekt, weil sehr schlank. Zu zweit gab es hin und wieder, nun ja, Engpässe, insbesondere im Sommer, wenn auch das ein oder andere Getränk gekühlt sein möchte. Von Besuchssituationen oder langen Wochenenden ganz zu schweigen. Im Moment erlauben ja die Außentemperaturen einen entspannten Gebrauch des sibirischen Kühlschranks, aber das geht auch nicht den ganzen Winter über.

Ein koreanisches Gerät sollte es sein, warum auch immer, am Anfang stand irgendein technisches Detail mit dem oder den Kompressoren. Neuerdings explodieren ja wohl nicht nur Händis, sondern auch Waschmaschinen des Herstellers, bzw. kann es passieren, wenn beim Schleudern wasserundurchlässiger (?!) Bettwäsche der Deckel des Topladers aufspringt, ein Vorgang, der mit „explodieren“ sicherlich nicht ganz genau beschrieben ist. Aber Kühlschränke explodieren ja nicht, und schleudern tun sie auch nicht. Namenstechnisch böte sich also ein Sammy an, aber das ist mit dem Capitano noch nicht abgesprochen.

Nach der (problemlosen) Anlieferung. Natürlich wieder in dem pöhsen Internetz bestellt, dazu noch bei dem ganz pöhsen Purschen bzw. der Kriegerin. Zuvor standen wir beim Ringplaneten gefühlte Stunden lang vor den Kühlschrank herum und versuchten mit dem Händi Bewertungen und überhaupt erstmal Beschreibungen der ausgestellten Kühlschränke zu finden. Verkäufer interessierten sich nämlich eher nicht so für uns, obwohl in angrenzenden Fachabteilungen durchaus welche zu sehen waren. Tja, dann halt nicht, lieber stationärer „Fach“handel. Gerät ist nicht genau das, was wir wollen, ist teurer (was an sich erstmal ok ist), beraten müssen wir uns selbst und dann würde der Transport bei euch auch nochmal locker 50 Öre kosten. Lustigerweise hatte der Lieblingsnachbar am selben Tag auch einen neuen Kühlschrank bekommen, der in demselben LKW angereist ist wie unserer🙂 .

Da Teile der Küche um das schlanke Altgerät herum maßgeschneidert angebaut waren, mussten erst Umbaumaßnahmen erfolgen. Daher hatten wir den Kauf auch vom Frühjahr in den Herbst verschoben, wenn der Capitano wieder Vakanzen für Bohrmaschinengebrauch hat. Aufwendiger als erwartet war der Transfer der Magnetbuchstaben vom Alt- aufs Neugerät.

Innen erwies es sich schnell, dass der Neue natürlich schon wieder viel zu klein ist😉 aber nee, passt schon. Am besten gefallen mir das Flaschenregal und die Cool-Select-Zone unterhalb des Gemüsefachs, wo man Fleisch und Fisch bei 0°C lagern kann und das sich als recht geräumig erweist. Im Grund sind diese beiden Features der echte Raumgewinn im Vergleich zu vorher. Etwas befremdend finde ich die Beschriftung der Einlegeböden. Dass man den einen einfach herausziehen kann, merkt man doch selbst (habe ich bislang noch nicht so genutzt), und welche Seite ich nach vorne drapiere („Front“, kann ich selbst entscheiden. Es gibt ein sogenanntes Grab’n Go Basket, das ebenfalls beschriftet ist, vermutlich für Leute, die nicht von selbst darauf kommen, was man mit einer beweglichen Plastikdose anstellen kann. Aber die können doch wahrscheinlich auch nicht lesen oder zumindest kein Englisch. Die Piktogramme an Gemüse- und Fleischfach gefallen mir hingegen. Überhaupt! Wo waren denn die militanten Veganer, als bei den modernen Kühlschränken diese 0°C-Fächer eingeführt worden sind? Das ist doch völlig gegen den Trend! Auf nichts kann man sich mehr verlassen.

Und was wird eigentlich mit dem Altgerät passieren?

Genau. Der wird dann:

[Den kann ich übrigens Alleinlebenden nach wie vor empfehlen. Das aktuelle Modell ist zwar inzwischen teurer als meiner damals, aber auch stromsparender. Es ist eine echte Kombi, nicht nur Kühlschrank mit Eisfach, aber eben nicht ganz so breit und groß wie die anderen Kombis und damit auch für kleine Küchen geeignet. Nicht ganz so hoch, damit kann man auch gut Gedöns oben drauf stellen. Ja, nicht jeder mag das😉 bei der Kriegerin der erste, wenn man Kombis sucht.]

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Tadaa – Europas kleinster Singvogel: Das Wintergoldhähnchen

Heute ist uns wiedermal ein Vögelchen gegen die Terrassentür geflogen. Ein bisschen Übung haben wir ja schon im Retten von Vögelchen nach Schädel-Hirn-Trauma, insbesondere muss man sie wärmen. Dieser Vogel war nun aber so klein, dass ich ihn zunächst für ein Jungtier hielt, und war aufgrund seiner Größe bzw. eher Kleine und des sehr geringen Gewichts nicht ganz einfach zu wärmen. Er wirkte auch eher wach, machte aber keinerlei Anstalten wegzufliegen, weswegen wir ihn dann irgendwann in einen Tannenbaum setzten. Da blieb er noch eine Weile dekorativ sitzen, um sich dann mit seinen Kumpels aus dem Staub zu machen. Jedenfalls haben wir ihn in der näheren Umgebung nicht mehr wiedergefunden und hoffen nun also, dass es ihm wieder gutgeht.

Also dieses Mal haben wir keine Meise gehabt😉.

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Inneres Blümchenpflücken

Beschriftungen in dänischen Supermärkten sind mir ja seit jeher ein Quelle heiterer Freude. Dabei möchte ich mich keineswegs über die mir weitgehend unbekannte dänische Sprache lustig machen, ganz im Gegenteil. Ich mag sehr, dass man zumindest bei der Schriftsprache oft ganz gut darauf kommt, was gemeint ist. Aber manchmal ist es aus deutscher Perspektive doch einfach zu komig.

Ich würde ja sagen, ganz ohne Snacks ist es am blödesten.

Verlorene Haare – ofenklar! Los gehts!

Das kleine, aber nicht minder tapfere Dänemark hält sogar EU-Verordnungen entgegen – nieder mit der Gurkenkrümmungsvorschrift!*

Freitagsschnecken! Allein die Vorstellung! Und dann noch diese herrliche Krone auf der Brezel. Gesehen an einem Mittwoch in Stubbekøbing. Am Freitag gab es dann andere Sachen im Angebot.

Ein DNA-Spray gegen Bösewichte! Was für DNA sprayt man da wohl, oder muss man eher fragen, wessen? Es sieht ja auch eher nach einer DNA-Dusche aus!

*Wohl weiß ich, dass es diese Gurkenkrümmungsgeschichte schon lang nicht mehr gibt. Aber man weiß ja nicht, was andere EU-Bürger so wissen.

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Pizza ❤️

Im Kvicky-Markt in Nykøbing Falster entdeckte der Capitano wagenradgroße Fertigpizzen. Im Ferienhaus erscholl tags darauf der Wunsch nach Pizza. Nichts leichter als das. Gleich das erste Rezept bei Chefkoch überzeugte als original italienisch und mit begeisterten Kommentaren. Schwierig nur die vorgeschriebene zweitägige Ruhepause des Teiges, jedoch gleich in einem der ersten Kommentare gestand jemand ein, diese nicht eingehalten zu haben und der Teig sei gleichwohl prima gewesen. Die mit diesem Rezept erzeugte  Teigmenge ist gigantisch, also entweder plant Ihr am besten ein regelrechtes Pizzaevent , esst eine Woche lang nichts anderes oder reduziert die Mengen entsprechend. Aufgrund der fehlenden Küchenwaage habe ich eher pi mal Daumen gearbeitet, ging aber auch.

1 Kilo Mehl (in Dänemark praktischerweise sogenanntes Pizzamel)

1/2 Liter lauwarmes Wasser

eigentlich 40 Gramm Hefe, die gibt es hier aber nur als 50 Gramm (wo kommt eigentlich die in Deutschland übliche Abmessung mit den 42 Gramm her?), somit habe ich 50 Gramm genommen (mehr ist mehr!)

Salz, Zucker, Olivenöl

und natürlich: Belag! Hier: Thunfisch, Zwiebeln, Jalapenos, Kochschinken (Prosciutto), frische Champis, Tomatensauce (hier: fertig gekauft, sehr lecker) und natürlich den König des Pizzakäses: Mozzarella.

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen, ich lasse das immer noch ein bisschen blubbern😉 dann das Mehl und das Salz hinzufügen, einen Teig kneten, das Salz und Olivenöl ebenfalls dazugeben und kneten, kneten, kneten (hier: ohne Kitchen Aid!). Eine halbe Stunde gehen lassen, mehr schadet sicherlich nicht, und dann nach Originalrezept für zwei Tage in den Kühlschrank legen. Da wir am gleichen Tag Pizza essen wollten, habe ich eine geschätzte Backblechmenge abgetrennt und noch ein bisschen vor sich hinspazieren lassen und den Rest in den Kühlschrank verfrachtet (Obacht! Das Teil ist noch ordentlich gegangen, also nicht zu eng einschnüren!)

Leider ist diesesmal unser Ferienhaus küchentechnisch nicht so super ausgerüstet, damit fehlte es u.a. auch an einem Nudelholz. Also haben wir über eine Weinflasche wegen des Öls ein Verhüterli in Form einer erstaunlich gut passenden Tüte gezogen und damit dann zwar mehr oder weniger die Sauerei des Jahrhunderts veranstaltet, den Teig dann aber doch noch ganz gut auf dem Blech verteilt bekommen. Mit Öl einpinseln brauchte man den jetzt eigentlich nicht mehr. Tomatensauce auftragen (natürlich ist selbstgemachte immer viiiel besser, aber irgendwie gönne ich uns in diesem Urlaub mal das Vergnügen, Fertigprodukte zu konsumieren, aber dazu später vielleicht mal mehr), mit Oregano beträufeln und dann den Belag draufpacken. Am Ende den Käse drüberstreuen und ab in den heißen Ofen damit! 250 Grad sollten es schon sein, je nachdem, wie dick Euer Teig ist, solltet Ihr nach dem Reinschieben die Temperatur etwas drosseln, damit der Teig eine Chance hat, durchzuwerden.

Zwei Tage später habe ich dann noch einmal mit dem ausgeruhten Teig eine Pizza gemacht, und ich weiß nicht, ob ich den einfach besser geknetet habe oder ob der die Ruhezeit wirklich brauchte, jedenfalls war der Teig viel besser, geschmeidiger und ließ sich dünner ausrollen. Und nachher werde ich den Restteig als Pizzabrötchen ausbacken, denn noch mehr Pizza, das geht im Moment wirklich nicht.

Keine Bilder, wie eine Pizza aussieht, sollte jeder von Euch wissen. Meist nicht besonders fotogen 😉🍕. 

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