Alle 20 Jahre 🙄

muss der Unfallchirurg nach einem besonders dämlichen Hausfrauenunfall ran.

Merke: Obacht bei der Avocado-Entkernung!

Diesmal waren es wenigstens nur drei Stiche (1998 schlappe 16).

Das blödeste dabei ist, dass ich deswegen mein gerade erst erfolgreich und regelmäßig aufgenommenes Schwimmtraining unterbrechen muss.

P.S. Im Hintergrund der neue Tisch 😊.

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Das musste mal gesagt werden

Nimm dies, große Koalition!

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Was ist das?

Sieht ein wenig nach einer Seekarte mit eingezeichneten Schiffahrtsrouten zwischen Kanada und Grönland aus.

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War aber nur die Frontscheibe vom Moppi nach dem Einsprühen mit Eiswegdingens am Sonntagmorgen.

Gestern dann dank Hochausläufer Adam ein sonniger Spaziergang am Strand.

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Wohlgemerkt kein Schnee, sondern gefrorene und schicke Eiskristalle bildende Luftfeuchtigkeit in der Nacht.

Am Strand dann zwei seltene Phänomene:

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So gut wie menschenleer.

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Spiegelglatte See.

Seit letzter Nacht haben wir nun bitterkalten Ostwind.

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Ristorante alla Fontana Wandlitz

Spoiler: Dieser Text ist keine Lobhudelei. Aber mit einem recht ungewöhnlichen Hinweis an der Eingangstür rettet das Lokal (fast) alles.

Schon beim Betreten des Ristorante entpuppen sich die Kellner tatsächlich als Italiener mit der üblichen Buon giorno und Signorina und Prego – Folklore. Über die Einrichtung breiten wir insgesamt den Mantel des Schweigens, nur das hölzerne, unter der Decke befestigten Ruderboot verdient lobende Erwähnung. Generell gibt es in der Gastronomie ja die ungeschriebene Regel, dass das Essen um so teurer und schlechter ist, je besser die Lage und der Ausblick sind. Und der Ausblick auf den Wandlitzsee ist wirklich großartig.

Das Ristorante soll ein italienisches Restaurant sein. Bereits nach kurzem Blick in die Karte denke ich: Aha. Auf der Wochenkarte steht ein uritalienisches Gericht – Lammfilets mit Brokkoli und Kroketten. Und jede Menge Wild. Wohl gibt es Pizza und Pasta, allerdings bei mindestens drei Nudelgerichten taucht eine ominöse Hummerkrabbensauce auf, die ich bislang nur als Tetrapak bei unseren gelegentlichen Ausflügen in den Großmarkt, nicht aber aus meinen italienischen Kochbüchern kannte. Dann folgen einige Schweinefleischgerichte, darunter mehrere Schnitzel, sowie Rindfleischgerichte – Rumpsteaks und Filetsteaks mit verschiedenen Saucen, die auch alle eher an Tetrapak als an La Cucina Italiana denken lassen. Als Beilage gibt es einen Salat, der vorweg kommt und aus je einer Gurken- und Tomatenscheibe, mehreren Blättern Salat, einem kleinen Hügel geschredderter Möhren und Fertigdressing besteht. Außerdem kommt das Fleisch mit einer gebackenen und in Scheiben geschnittenen Kartoffel. Ich denke, italienischer geht es kaum. Auf der Fischkarte finden sich allerlei Garnelen, wiederum mit der Hummerkrabbensauce, und noch ein paar Fische.

Das Lokal liegt in der brandenburgischen Provinz, und ein traditionelles italienisches Restaurant mit einem knappen, dafür täglich wechselnden Angebot der Menufolge Antipasti-Primo-Segundo-Dolce kann man dort sicherlich nicht erwarten. Aber der Speisekarte fehlte einfach die Idee, oder wie Frank Rosin sagen würde, die kulinarische Linie. Das war nicht italienisches, da war aber auch nichts gestanden deutsch-brandenburgisches, das war einfach nur Fleisch, Fertigsauce und Salatbeilage.

Unser Essen will ich nicht weiter kommentieren, ich denke, ich habe genug gesagt. Die Kellner schwirrten um uns herum wie die Hummeln um den Klee und waren freundlich und aufmerksam. Es lief irgendeine schauerliche Italo-Folklore-Musik, die wahrscheinlich nicht GEMA-pflichtig ist, weil sich die GEMA sonst damit befassen müsste.

Insgesamt also ein kulinarisches Erlebnis, wie man es an solch einem Ort sicherlich auch erwarten kann, und dabei eigentlich nicht mal besonders teuer. So weit, so Provinz.

Aber dann entdeckte ich beim Weggehen an der Seitenscheibe des Eingangs einen Hinweis, den ich a) so noch nie und nirgendwo gesehen habe und b) ultraherzerwärmend finde. Und das reißt bei mir alles raus.

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Also wenn Ihr mal in Wandlitz seid, was essen möchtet und einen robusten Magen habt, dann geht dorthin und unterstützt dieses Lokal, das in einfachen, aber unmissverständlichen Worten eine beachtenswerte Haltung zum Ausdruck bringt.

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Qualityland

Ich bin seit ca. 20 Jahren eine wandelnde Max-Goldt-Zitate-Box. Keine Lebenssituation, zu der mir nicht eine Anekdote oder Meinungsäußerung von Max Goldt einfallen würde. Irgendwann hat Max Goldt die Produktion von Prosa eingestellt und sich nun hauptsächlich auf die inhaltliche Entwicklung von Witzzeichnungen spezialisiert, die dann Freund und Kollege Stephan Katz in durchaus sehens- und lesenswerte Comics umsetzt. Leider kann man Comics nicht ganz so gut zitieren wie das geschriebene Wort, und so stockte der Nachschub an aktuellen Anekdoten. Schließlich sind einige der Kolumnen von Max Goldt doch auch mit einem deutlichen Zeitbezug versehen, weswegen sich die alten Titanic-Kolumnen aus den späten 80er- und frühen 90er-Jahren inzwischen mehr wie zeitgeschichtliche Dokumente lesen und nicht wie Monat für Monat heruntergeschriebene Kolumnen.

Ich musste also die Schreibblockade von Max Goldt kompensieren. Vor einigen Jahren begab es sich dann also, dass immer mehr Menschen in meinem Umfeld, aber auch in diesem Internetz von diesem Känguruh (ich muss das so schreiben, ich kann nicht anders) zu erzählen begannen. Das sei soooo witzig und soooo toll und man müsse es auf jeden Fall nicht nur lesen, sondern vor allem als Hörbuch hören. Ich mochte keine Hörbücher, und meine Reaktanz riet mir schon von Hause aus davon ab, sich Geschichten zu widmen, die mit einem plötzlich in der Tür stehenden, sprechenden Känguruh beginnen. Ich bin da eigen. Ich gehe auch nicht in Filme, über die im Vorfeld berichtet wird, es gehe um eine Frau und einen Mann, die sich so gar nicht leiden können, aber aus irgendeinem Grund (Naturkatastrophe, Schatzsuche, Behördenauflagen) zusammenraufen müssen und sich dann, tadaaa! am Ende doch noch ineinander verlieben. Bäh.

Dann nahte unsere Madeira-Reise, und ich dachte, naja, man hat ja immer zu wenig zu lesen dabei, dann nehmen wir eben die Känguruh-Triologie mit. Der Capitano machte den Anfang, und es dauerte nicht lange bis zum ersten Lachanfall. Die Känguruh-Triologie ist wirklich ein tolles Gesamtkunstwerk, das sehr sachte mit zwei Protagonisten und eher solitären Geschichten beginnt und im dritten Teil in einem fulminanten Episodenroman mit spektakulärem Finale endet. Ähnlich wie bei den Simpsons ist das Werk gespickt mit Zitaten und Anspielungen aus Kunst, Philosophie, Politik und was weiß ich noch allem. Aber wirklich irre ist, dass selbst die Form der einzelnen Kapitel teils klassische Werke zitiert, so wird eine Eipsode rückwärts erzählt, ähnlich wie in Memento. Und natürlich muss man das alles gelesen hören. In den vergangenen drei Jahren habe ich das Gesamtwerk, das immerhin aus 14 CDs besteht und live im Berliner Mehringhoftheater eingelesen worden ist, bestimmt schon mehr als 5mal durchgehört, und ich fürchte, heute beginne ich ein sechstes Mal. Wie Marc-Uwe Kling mit den verschiedenen Charakteren spielt, ist ganz großes Kino. Seither mag ich generell gut eingelesene Hörbücher, denn beim Zuhören kann man prima ungeliebten Küchenkram erledigen.

Nun bin ich also eine wandelnde Känguruh-Zitate-Box. Personen, die mit mir regelmäßigen Umgang pflegen, haben damit leben gelernt, dass mir zu jeder passenden (und wahrscheinlich auch zu der einen oder anderen unpassenden) Gelegenheit etwas aus den Känguruhgeschichten einfällt.

Die Erwartungshaltung an ein fragliches Nachfolgewerk ist also hoch. Eine weitere Fortsetzung der Känguruhgeschichten erschien mir angesichts der am Ende doch in sich geschlossenen Triologie wenig sinnvoll. Glücklicherweise sah das Marc-Uwe Kling genauso und machte sich mit Qualityland an eine neue Story mit neuen Protagonisten und mit einem neuen, modernisierten Level an Kapitalismuskritik. Qualityland ist eine mehr oder minder düstere Dystopie, von der unsere Realität meiner Meinung nach wahrscheinlich weniger weit entfernt ist, als wir glauben. Die eigentliche Story wird regelmäßig unterbrochen von Erklärungen, Nachrichten und Werbung. Der absolute Clou ist dabei, dass es zwei Versionen des Romans gibt, eine schwarze und eine graue. Die Story selbst unterscheidet sich nicht in den beiden Versionen, eine von beiden zeichnet jedoch in den Nachrichten und in der Werbung ein deutlich düsteres Bild als die andere.

Ein Novum für mich war es, dass ich zwar zunächst wieder mit dem Buch begann, schnell aber zappelig wurde und dann doch das Hörbuch – wieder live eingelesen, sehr schön! – kaufte. Da ich natürlich als heavy addicted beide Versionen kaufte, habe ich Qualityland nun auch schon zweimal gehört. Von der Story will ich nicht allzu viel verraten, es geht im Grunde darum, dass der Protagonist vom Onlinehandel etwas zugeschickt bekommt, das er nicht haben und entsprechend zurückgeben möchte. Er gerät dabei in einen Strudel voller seltsamer Begebenheiten und weiterer Protagonisten, mit denen er sich zum Chef des Onlinehandels aufmacht, um das Produkt zurückzugeben. Und dann sind ja auch noch Wahlen.

Mir gefällt Qualityland sehr gut, es ist eine beeindruckende künstlerische Weiterentwicklung nach der Känguruhtriologie. Kennern der Känguruhgeschichten wird Qualityland besonders viel Spaß machen, denn in guter alter Tradition gibt es zahlreiche Zitate aus und Verweise auf die Känguruhtriologie. Unter anderen taucht das Känguruh selbst letztlich in Form einer Reinkarnation wieder auf, was man an der entsprechenden Stimmgestaltung vom Autoren sehr gut hören kann.

Respekt vor diesem künstlerischen Gesamtwerk, ich kann mir gut vorstellen, dass diese Bücher einst im Unterricht gelehrt werden als Zeugen des literarischen Schaffens im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts. Verdient hätten sie es allemal.

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Hoher Besuch

Darf ich vorstellen: Der weltgrößte Schwimmkran Svanen zu Besuch im A-Becken des Rostocker Überseehafens. Er ist über 100 m lang, über 70 m hoch und hat einen Tiefgang von 4,50 m. Er kann 8700 t heben und hat u.a. die Øresundbrücke gebaut. Wir spekulieren, dass er hier beim Bau einer Kranbrücke, die bei Liebherr im Hafen entstehen soll, helfen wird.

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Hier im Hintergrund mit dem Fährschiff Copenhagen, das sich gerade zum Drehen vor dem Liegeplatz anschickt.

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Hier im Hintergrund zwei Fähren, die Nils Holgersson und die Copenhagen. Die Nils Holgersson wird nach dem Drehen hier links an der vorderen Rampe festmachen.

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Die Svanen von vorne. Ursprünglich wurde sie 1990 für den Bau der Westbrücke über den Großen Belt (Storebæltbroen) geplant. Baubeginn war im spanischen El Ferrol, fertiggebaut wurde sie dann bei der Zwijndrechter Grootint-Werft. Später erfolgten noch mehrere Umbauten zur Erhöhung der Krankapazität.

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Der perfekte Moment

Praktisch das gesungene Pendant zu diesem hier:

Schöne freie Tage für alle, die diese haben!

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