Det Falsterske Dig* und andere Urlaubsmomente

*Der Falsterdeich. Auch Falster ist eine Kulturlandschaft, die zum Teil dem Meer bzw. einem Haff abgerungen und entsprechend mit einem Deich vor der tosenden See geschützt wurde. Übrigens recht erfolgreich, seit Errichtung des Deiches hat es die Ostsee noch nie ins Inselinnere geschafft – immerhin mehr als hundert Jahre! An der Ostküste Falsters befindet sich ein 17 km langer Strand, der Jahr für Jahr zum besten Strand Dänemarks gekürt wird.

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Leider gab es dieses Jahr zwar Wind aus allen erdenklichen Richtungen, aber eben nicht aus derjenigen, die vor Quallen schützt, nämlich nordöstlich. Daher limitierten die Quallen meine Badebegeisterung, wobei es einen Interaktionseffekt mit der Lufttemperatur und der Zeitdauer, die seit dem letzten Bad vergangen war, gab.

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Im Garten und am Strand gab es allerlei Getier, meist Geflügel, unter anderem auch Spatzen für Herrn Ackerbau.

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Am Strand gibt es auch Gestein. Mit Löchern. Zum Aufsammeln. Freundlicherweise sieht man es den dänischen Hühnergöttern bereits vor dem Bücken an, dass sie löchrig sind.

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Neben Gedeich, -tier, -quall und -stein gibt es natürlich auch jede Menge Geblüm für die Botanikerin:

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Am südlichen Ende Skandinaviens stand einst eine Radarstation, die inzwischen ein lauschiges Bad in der Ostsee nimmt:

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Marielyst, das Zentrum dieses riesigen und doch unglaublich ruhigen Ferienhausgebietes, das den beschriebenen beliebten Strand kilometerlang säumt, hat sich herausgeputzt. Aus einer staubigen Durchgangsstraße ist ein lauschiger Platz geworden, auf dem abends die Urlauber flanieren wie sonst nur die Italiener auf der Plaza.

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Schiffe gab es natürlich immer wieder zu sehen, die Fähren dürfte inzwischen jeder meiner Leser kennen 😉 daher hier nur eine Beispielabbildung:

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Dieses Mal bekamen wir gleich zweimal Besuch, einmal übers Wochenende geplant die beiden Ziesens, einmal völlig spontan eine Berliner Familie auf dem Weg nach Kopenhagen. Beides war komplett entspannt und sehr schön gewesen, so dass auch bei künftigen Ferienhausurlauben auf Falster Besucher denkbar und sicherlich willkommen sein werden. (Kaum hatten die Nachbarn spitzbekommen, dass bei uns Zwerge zu Besuch sind, wurde ein spontaner Loppemarked mit Kinderstühlen initiiert.) Die Augen des größeren Zwerges konnten problemlos mit der Aussicht auf eine Runde Känguruh-CDs („Wir haben nur die grünen. – Soll ich Dir eine von den roten anmachen?“ *leucht*) zum Leuchten gebracht werden, vor dem CD-Player ist er dann auch im übrigen eingeschlafen 😉

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Es gilt ja, dass man Dänemark nicht von Rostock aus sehen kann, auch nicht bei bestem Wetter. Umgekehrt sieht das jedoch ganz anders aus – selbst vom Strand aus kann man die gewaltige Wolke aus dem Kühlturm des Steinkohlekraftwerks im Überseehafen (aka Elephantenklo) gut sehen. (Vom Wasserturm in Gedser aus kann man sogar den Bockkran, das Hotel Neptun und den Kühlturm selbst sehen – mit Fernglas. Aber dieses Jahr haben wir es irgendwie verpeilt, hochzugehen.)

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Dänemark ❤

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[Und in drei Wochen gehts wieder los. Møn ruft. Aus Gründen <3.]

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5 Antworten zu Det Falsterske Dig* und andere Urlaubsmomente

  1. Herr Ackerbau schreibt:

    Wir waren da 2011 mal. Sehr schön, aber es gibt Bilder, wie wir Anfang August in langen Jacken mit Mütze am Strand waren ( und das war der einzige Tag, an dem man überhaupt an den Strand konnte)…. Die Bilder sehen aber nach sehr schönem Urlaub aus..

    • hafensonne schreibt:

      Ha! 2011 war ich Anfang August auch auf Falster! Allerdings gleich direkt in Gedser. Das Wetter war… so wie fast überall 2011… bescheiden. Die Felder standen unter Wasser. Starkregen und Sturm und Nebel… stimmt.

      Das war aber das einzige richtig enttäuschende Urlaubserlebnis drüben. Vor zwei Jahren hatten wir 14 Tage Hochsommer, dieses Jahr war es nicht ganz so, aber trotzdem mehr als ausreichend toll, was schon allein durch unsere Hautfärbung belegt ist – wir fahren nach Norden, wenn wir braun werden wollen 😉

      Gerade für Euch Buletten ist Falster doch eine echte Option. Man kann unglaublich viel bis alles mit Fahrrädern machen, der Strand ist ein Traum, und Marielyst selbst wie gesagt inzwischen auch eine Perle (nicht mit 2011 zu vergleichen). Vielleicht gebt Ihr ja eine zweite Chance 😉

  2. allesistgut schreibt:

    Als ich das letzte Mal an Skandinaviens Südzipfel war, stand die Radarstation noch. Ich bemerke gerade, dass das schon wieder viel zu lange her ist! 😉
    Danke für die tollen Bilder! Liebe Grüße.

    • hafensonne schreibt:

      Das muss ja echt lange her sein! Bei gutem Wetter mit Fahrrad spontan rüberfahren, nach Schätzen suchen, baden und am gleichen Tag zurück – für 14 Öre…

  3. Pingback: Urlaubsliebe Sydfalster | hafensonne

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