Tag 22

Hmmm ich hinke hinterher. Die Testpflicht bringt neue Aufregung und neue Abläufe in der Arbeit mit sich. Ich finde es gut (bei aller Kritik auch von mir an Selbsttests), zweimal in der Woche einigermaßen safe zu sein. Auch mit den Teilnehmer:innen. An den AHAL-Regeln ändert sich natürlich nichts.

Nachtrag für Dienstag.

Am Dienstag holte ich mein neues Rad aus der Inspektion, die ich übrigens hier vornehmen ließ. Das soll der Schrauber meines Vertrauens für unsere Räder werden, für alle Rostocker:innen, die hier mitlesen: Supertoller Typ, aus Prinzip der Nachhaltigkeit verschrieben, baut und verkauft Lastenräder, schraubt aber auch alle anderen, sehr nette Mitarbeiter, die einem auch mal eben und ohne Gegenleistung die Bremsklötze, die auf den ruppigen Touren nach Lütten Klein schon mal lockerfallen, wieder festschrauben. Jetzt ist alles schick, Schaltung eingestellt, Bremsen und Speichen nachgezogen, Schlosshalterung angebaut. Dabei erfahren, dass das Rad in der Herkunftsmanufaktur schlampig zusammengebaut worden ist, der Überwerfer war in einer falschen Höhe angebracht und hinten war die Schaltung auch nicht richtig angebaut. Finde ich angesichts des stolzen Preises inakzeptabel, daher werde ich den Produzenten hier nicht erwähnen oder verlinken.

Nachtrag für Mittwoch.

Mit dem Rad in die Arbeit. Das war gut. Ich fahre nicht auf Geschwindigkeit, sondern gucke einfach, gut voranzukommen. Alles funktioniert bestens. Selbsttests in meiner Gruppe beaufsichtigt. Während der 15minütigen Wartezeit spontanes Golfseminar gegeben. Ein Teilnehmer scheint sich dafür zu interessieren, der Start war seine Frage, ob das nicht ein ziemlich teurer und damit elitärer Sport sei. Aus meiner Antwort ergaben sich neue Fragen auch bei den anderen Teilnehmer:innen, das war echtes Interesse und keinerlei klischeebehaftete Abwehr. Sowas freut mich immer, weil ich selbst ja sehr lange an meinen Vorurteilen festgehalten hatte und erst eigenes Erleben eine Einstellungsänderung herbeiführte. Den Rest des Tages überschlugen sich die Ereignisse. Erneutes Eingreifen in Waren/Müritz per Videoschalte wurde notwendig, konnte aber aus Zeitgründen nicht umgesetzt werden. Dann mit dem Rad zurück, eine witzige Situation mit einem Straßenbahnfahrer gehabt (Kreuzung, auf der die Straßenbahn gleichzeitig mit den querenden Fußgänger:innen grün hat – sehr gefährlich, darum fahre ich gar nicht erst los, sondern warte die Bahn ab. Der Straßenbahnfahrer klingelt trotzdem vorsichtshalber, ich signalisiere, dass ich seinetwegen warte, da winkt er mir einfach zu ;)). Gegenwind gehabt, trotzdem gut vorangekommen. Blöd beim heimkommen ist, dass wir hier erstens fürchterlichstes Kopfsteinpflaster haben, das nicht tourenradgeeignet ist und wir zweitens auf einem Berg wohnen, jaja Rostock, man unterschätzt das, in der Altstadt kann es ziemlich steil werden, aber schließlich gibt es hier einen Fluss, der eine Kurve macht. Zuhause dann noch eine digitale Konferenz. Man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. Aber als dann vom Ende der Pandemie und dann müsste man aber mal so richtig usw. die Rede war, habe ich mir ein Glas Wein eingeschonken.

Heute. Mobiles Arbeiten von zuhause. So heißt das bei uns. Zwischendrin das vierteljährliche Coronaupdate beim HNO (meine Allergie war nur nebenbei Thema, köstlich), den ich echt mag und mit dem man gut schnacken kann. Und ich bin bei ihm in bester Behandlung. Eine Teilnehmerin im Praktikum besucht. Zuhause hatte eigentlich immer einer von uns beiden eine Telefon- oder Videokonferenz. Der Kater stellte sich den Kolleg:innen vor. Rührei gemacht. Indischen Mittagstisch bestellt und verzehrt. Pfandglas ins Auto und die ZEIT hochgetragen. Jetzt Sofa. Naja, eigentlich schon fast den ganzen Tag 😉

Das Wochenende ist nah, ich hoffe wir können auf den Golfplatz.

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