Ostern

Am Karfreitag gab es Kartoffeln mit Quark und selbst eingelegten Pfefferheringen.

Am Karsonnabend gab es mal wieder Schuhe im Baum.

Außerdem gab es ein Fossiliengestapel auf dem Esstisch.

Am Ostersonntag waren wir erst auf dem Flohmarkt und anschließend auf der Versammlung internationaler Food-Truck-Akteure im IGA-Park. Leider wurde man bereits am Einlass (ohnehin absurd, für eine solche Veranstaltung auch noch Eintritt zu verlangen) wie ein Teenager auf dem Weg zur 1.-Mai-Demo behandelt. In die Tasche gucken und sich einen halben Liter Selters in der Plasteflasche abnehmen zu lassen, gehört nun nicht zu meinen besten Erinnerungen (aus Trotz habe ich dann auf der Veranstaltung selbst nichts zu trinken gekauft. Ätsch!). Entsprechend missgestimmt habe ich auch keine Photos gemacht. Die geneigte Leserschaft möge die Begriffe street+food+rostock bildergoggeln und fündig werden. Was wir aßen, war allerdings gut. Ein neuseeländisches Steak-Sandwich mit scharf-süßer Mangosauce, einen im Buchenscheitrauch gegarten Lachs im Brötchen, einen Latine-Burger mit einem Patty aus Biohack und Chorizo sowie Guacamole und einer etwas gewöhnungsbedürftigen Salsa aus Ei und Käse. Alles für „Street Food“ viel zu teuer, dafür aber langsam. Eine echte Alternative zu meiner leider auch teuren und unleckeren Kantine wäre das also auf Dauer nicht.

Heute ging es dann nach Pütnitz zu den Technikfreunden. Ein ehemaliger Militärflughafen unserer sowjetischen Freunde mitten im Wald am Saaler Bodden gelegen. Vier riesige Hangars, die nicht mehr ganz standfest aussehen. Buchstäblich bis unters Dach angefüllt mit Zeug aller Art. Insbesondere Fahrzeuge aus DDR-Zeiten. In einer Halle stand viel Militärmaterial herum, insbesondere auch einer der legendären T-34-Panzer der Roten Armee. Neben all den moderneren Panzern, Selbstfahrlafetten, Strandhaubitzen, Brückenlegern und Straßenbauern sah der allerdings nicht ganz so ehrfurchteinflößend aus. Bis auf den einen Hubschrauber habe ich keine Photos vom Militärgerät, ich will nicht den Eindruck erwecken, mich für Militärgerümpel zu interessieren.

Wer mich etwas näher kennt, weiß, dass dieses Auto sofort meins wäre. Falls ich Auto fahren könnte und müsste.

Ein zum Pick-up umgebauter Wartburg.

Die Volkspolizei.

Ein Düngeflieger an mehreren Trabanten unterschiedlicher Baureihen.

Ein nachgestellter Verkehrsunfall, Schuld war natürlich der Pole im Polski Fiat.

Endlich Gelegenheit, den schönen Spruch „Wer Ifa fährt, fährt nie verkehrt, weil Ifa überhaupt nicht fährt“ anzubringen. Och Danke!

Ein Wolga. Zumindest in Ostberlin (Hauptstadt der DDR) waren Taxis ausnahmslos Wolgas. Ich erinnere mich noch heute an den Geruch aus Ledersitzen, Zigarettenrauch (damals wurde in Taxis geraucht) und Autogas.

Staatskarossen.

Liebe Autofahrer, mit so wenig Technik konnte man seinerzeit ein Fahrzeug lenken und bewegen!

Die Rotorblätter dieses MI-8 wiegten sich sanft im Luftzug der Halle.

Schiffe gibt es hier auch.

Die schwierige Frage, wie eine derart große Fläche bei Dunkelheit wohl auszuleuchten sei, haben die Technikfreunde auf ihre eigene Art beantwortet.

Eine MIG-29. Leider ohne Innenleben. Eigentlich nur noch eine Röhre.

Wir hoffen, Ihr hattet auch schöne und vor allem entspannte Ostern!

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3 Antworten zu Ostern

  1. Herr Ackerbau schreibt:

    Den Düngeflieger hättest du für mich mitnehmen können…

  2. Anikó schreibt:

    Einige der Autos kamen mir auch noch bekannt vor und hab ich drin gesessen 🙂 Wusste gar nicht, dass es sowas bei uns in der Nähe gibt 🙂

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