Zum ersten Mal: mit dem Fährschiff Berlin in den Urlaub nach Dänemark

Eigentlich wollten wir schon vor dem Urlaub mal eine Runde mit der Berlin drehen, schließlich ist sie schon ein paar Wochen im Dienst. Aber es hat nicht geklappt, so dass wir mit ihr also gleich direkt in den Urlaub geschaukelt sind.

 

Beim Anlegen an den neuen bereits seit 2012 fertiggestellten Anleger. Etwas aufregend, da wir offensichtlich auf das obere Deck fahren! (Die Prinsen hatten nur ein Fahrzeugdeck.)

Vom Wetter her war es ganz offensichtlich die richtige Entscheidung, Rostock zu verlassen. Wohin auch immer. Achtet mal auf die Fenster dort..

.. denn das ist der Ausblick von dort oben. (Die Weinschläuche stehen zum Probieren im Boardshop.)

An dieser Kombi werde ich mich wohl noch sehr lange erfreuen können. Es fetzt einfach.

Schornsteinmarke und Peilmast.

Das ist schon vor der Rückfahrt im Færgehavn Gedser. Hier hat offensichtlich der Blitz eingeschlagen und die äußerlich unversehrt wirkenden Automaten aus der Ordnung gebracht 😉

Na, hoffentlich braucht mans nie.

Schornsteinmarke bei wesentlich besserem Wetter.

Vor Warnemünde wurden die Regatten der Warnemünder Woche ausgetragen.

Le beach.

Das übliche Spiegelbild.

Das obere Deck ist teils offen, so dass man unter Umständen irgendwelche Amiflitzer bestaunen kann.

Begegnung mit dem Fährschiff Mecklenborg-Vorpommern, sie im Fahrwasser Warnowwerft, wir auf der Wendeplatte. Witzig, mit den Prinsen wäre es umgekehrt gewesen, die haben den alten Anleger lieber vom Fahrwasser Warnowwerft her angefahren.

Unser Kapitän hat das mit dem Drehen und Anlegen wohl schon ganz gut raus, so dass wir tatsächlich beinahe pünktlich wieder im Überseehafen fest sind.

Lustigerweise rollt man direkt auf die Huckleberry Finn zu, die einen Liegeplatz weiter gerade beladen wird.

Innen habe ich nicht geknipst. Zu viele Menschen. Also wenn man mal einsam sein will, stellt man sich besser an den Infostand in einem Baumarkt oder so. Gut, in der Saison waren die Prinsen auch immer recht voll. Da hat sich das aber anders (besser) verteilt, es waren ja zwei volle Decks, während es jetzt mit Müh und Not ein Dreiviertel- und ein Vierteldeck sind bei größerer Zuladung (nicht nur Autos, da sitzen ja auch Menschen darin). Insofern empfanden wir es innen recht unruhig und laut, auch eng, es gibt bei weitem nicht genügend Sitzgelegenheiten. Die, die es gibt, sind allerdings teils sehr hübsch an den großen Fenstern, wenn man mal im Winter eine Runde drehen will, sitzt es sich dort sicherlich nett. Essen war das übliche, im einzigen etwas ruhigeren und insgesamt schönsten Bereich das teure All-Inklusiv-Buffet, ansonsten den sogenannten Food-Express, der wohl auch noch etwas üben müsste, um seinem Namen gerecht zu werden. Parfümerie und Boardshop, ja, das wars schon. Es soll wohl W-Lan geben, bei unseren Überfahrten war dieses leider nicht verfügbar. (2 Stunden ohne Internetz, wääääh!!) Sehr schön sitzt man draußen, insbesondere das Achterdeck ist deutlich größer und großzügig bestuhlt, so dass man, die passende Windrichtung vorausgesetzt, dort ausgezeichnet sitzen kann.

Im Vergleich zu den Prinsen fand ich das Schiff eher leise, auch wenn die vorab bereits berichteten Vibrationen durchaus spürbar waren. Im Revierbetrieb fährt die Berlin mit Strom, das macht sich geräuschmäßig deutlich bemerkbar (auch wenn der Kapitän beim Drehen in Rostock irgendwie den Diesel wieder angeschmissen hatte). Es hapert wohl noch an der Wendigkeit, was wir auch in Gedser mehrfach beobachten konnten, das Anlegen und das Drehen dauern noch viel zu lange.

Insgesamt gefällt mir das Schiff gut, aber Scandlines wird sicherlich noch an den Details feilen müssen. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Spannend wird es ja, ob sich das ein oder andere Feedback bereits auf den Fertigbau der Copenhagen auswirken wird.

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9 Antworten zu Zum ersten Mal: mit dem Fährschiff Berlin in den Urlaub nach Dänemark

  1. Herr Ackerbau schreibt:

    Schön! (Und vielen Dank für den Kartengruß!) Andreas

  2. Frau Tonari schreibt:

    Ja, genau. Der Kartengruß kam gestern.
    Und er kam genau richtig, denn tagsüber hatte ich schon trübe Gedanken, weil die Hafensonne nicht mehr in Bloghausen schien.
    Schöne Bilder. Ich bin ja ein Schisser, was Schiffsfahrten betrifft.
    Kleine Fähren gehen, denn da sieht man ja immer das Ufer. 😉

    • hafensonne schreibt:

      Ach süß, um die halbe Welt mit dem Flugzeug düsen, aber nicht Schiff fahren. 😉 Keine Sorge, bei normalem Wetter kann man auch bei Rostock-Gedser (fast) immer das Ufer sehen. (Allerdings ist es dann trotzdem so weit weg, dass einem der Blickkontakt auch nichts nutzte. Aber das kann bei kleinen Fähren wiederum auch so sein.)

  3. allesistgut schreibt:

    Oh wie schön, Deinen Bericht und die Fotos zu sehen. 😀 Der Eindruck wird irgendwie nicht besser. Diesen Trend zu immer weniger Sitzplätzen kann ich einfach nicht gutheißen. An einem regnersichen Sommertag in der Hauptsaison wird die Überfahrt dann wohl nicht so dolle, wenn man nicht mehr auf die Außendecks ausweichen kann. Und im Winter darf man dann im schlimmsten Fall erst einmal Eis kratzen, wenn das Auto auf dem Oberdeck steht? 😉
    So genug gemeckert. Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Urlaub. Schönes Wochenende!
    Liebe Grüße.

    • hafensonne schreibt:

      Ach, so schlimm war es gar nicht. Wir haben mit ein paar Besatzungsmitgliedern gesprochen und den Eindruck gewonnen, dass es sicherlich noch die ein oder andere Nachbesserung geben wird, sicherlich auch infolge von Passagierfeedback und dem, was die Besatzung beobachtet hat. Aber jetzt heißt es erstmal, das Schiff zu beherrschen und vor allem das Be- und Entladen zu beschleunigen, wenn die Saison vorbei ist, wird man sich dann wohl auch der inneren Optimierung widmen.. Insgesamt gefällt mir das Schiff.

    • hafensonne schreibt:

      Das Oberdeck ist vorn und hinten ein bisschen offen, im Winter sollte man also nicht zuerst oder zuletzt aufs Schiff fahren 😉

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