Glückstag

Neulich, ich weiß nicht mehr wann, hörte ich im Radio Take good Care of my Baby in der wunderbaren Version von Dick Brave and the Backbeats, was mich veranlasste, den Tonträger Best of Sasha einzulegen. Diesen kaufte ich tatsächlich vor einiger Zeit, nachdem ich ebendiesen Song im Radio hörte (dieses Gefühl, wenn man ein Lied soundhounded und dann feststellen muss, dass es von einem eigentlich-no-go-Interpreten stammt). Da naturgemäß eine ganze Reihe von Liedern auf diesem Tonträger nicht so recht reüssieren (ich bitte euch, SASHA!!), lief sie nicht sehr oft. Nun holte ich sie also wieder hervor und stellte fest, dass neben dem ganzen Müll nicht nur eingangs erwähnte Coverversion, sondern direkt im Anschuss noch ein weiteres absolutes Schmankerl zu hören ist! Damit hatten meine liebe Kollegin und ich für den Rest der Woche ausgewachsene Ohrwürmer. Nun interessierte mich natürlich die Geschichte mit Sasha einerseits und Dick Brave and the Backbeats. Unsere Hypothese war Castingshow, Sasha als Kunstprodukt, dann später kein Bock mehr auf Kunstprodukt und Namen gewechselt. Stimmte aber nicht. Kann man alles im Onlinelexikon nachlesen. Hier sei nur noch die Geschichte des Namens erzählt. Tatsächlich wollte Sasha eine Pause einlegen, aber für Kumpels noch einmal ein letztes Konzert geben. Damit das nicht unter Sasha läuft, benannte er sich und seine Band kurzerhand in lautmalerischer Anmutung an Nick Cave and the bad seeds um. Hammer! Dann funktionierte das so gut, dass er stets behauptete, nicht Sasha zu sein, sondern ihm nur ähnlich zu sehen. Irgendwann galt er dann als verschrobener kanadischer Künstler (ich habe mindestens einen Clip auf youtube gefunden, in dessen Beschreibung von einer kanadischen Band die Rede ist). Haha.

Was ich an dem Lied mag, ist sicherlich leicht nachzuvollziehen. Es hat eine ungeheure Dynamik, es reißt mit und rüttelt auf, nicht nur musikalisch, sondern auch mit klaren Worten. Aber auch das Video ist toll, es vermittelt in unglaublich dichter Atmosphäre das Geschehen backstage und die Lust der Künstler, auf die Bühne zu gehen, nein, zu stürmen und den Leuten da draußen eine tolle Show abzuliefern, ihnen einen wunderbaren Abend zu ermöglichen. Ich finde es einfach super und könnte es mir den ganzen Tag anschauen, immer wieder.

Es ist nur folgerichtig, dass ich mir sofort bei der pöhsen Amazone beide CDs, die Dick Brave and the Backbeats herausgebracht haben, bestellte. Auch diese sind beide toll. Sie beinhalten hauptsächlich Rockabilly-alike-Coverversionen bekannter Songs, die teils fast besser sind als die Originale. Das gilt beispielsweise für eine tolle Interpretation von Black&White (Michael Jackson) und das im Original doch eher dröge Sitting, Waiting, Wishing (Jack Johnson), außerdem gibt es Knüllervariante von Give it away (Red Hot Chili Peppers). Wer auch gerne mal Mucke á la Fifties hört, kann hier definitiv nix falsch machen, zumal die Scheiben nicht mal teuer sind.

Viel Spaß beim Reinhören! Und nun eindlich das Video. Ich wünsche Euch allen jeden Tag einen Lucky Day.

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3 Antworten zu Glückstag

  1. allesistgut schreibt:

    Ich stehe zwar nicht so auf Musik der 50er Jahre, aber das Lied geht wirklich ab. Höre es gerne, wenn es mal im Radio läuft.

  2. Anikó schreibt:

    Manchmal überrascht der eigene Musikgeschmack doch *g*

  3. Pingback: Sommermusik | hafensonne

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