A foggy day in Rostock town

Heute vormittag löste sich zuhause der Nebel langsam auf, die Sonne war stärker. Auf nach Warnemünde! Aber ach. Der Seenebel hielt sich hartnäckig. Ich wusste das zwar schon vor dem Aufbrechen von der Lagemeldung im Seefunk, aber ich wäre so oder so nach Warnemünde gefahren. Da die S-Bahn nur bis Warnemünde Werft fährt, gab es erstmal gleich einen längeren Spaziergang an der Kaikante. An der Kaikante, die am Liegeplatz 7 (hier liegen ab April dann wieder die ganz großen Ausflugsdampfer) gerade umfassend saniert und neu aufgebaut wird, warten schon die Fender auf ihre Installation, auf dass die Bordwände der Dampfer nicht so schnell Schaden beim Anlegen nehmen.
Das ist war der Zwiebelschuppen, der einer neuen Halle für die Ein- und Ausschiffung der Kreuzfahrtpassagiere weichen muss. Auch er stand unter Denkmalschutz, auch hier erteilte das Denkmalschutzamt die Abrissgenehmigung. Ein schonender Abbau und Wiederaufbau an anderer Stelle wurde als nicht wirtschaftlich verworfen. Langsam frage ich mich wirklich, warum wir Rostocker Bürger uns überhaupt den Luxus eines solchen Amtes leisten, wenn es einerseits nicht auf die Idee kommt, wertvolle Relikte der Rostocker Geschichte wie z.B. die alten Fährbecken in Warnemünde, unter Denkmalschutz zu stellen, und andererseits auch nicht in der Lage zu sein scheint, tatsächlich denkmalgeschützte Güter auch tatsächlich wirkungsvoll zu schützen. Beispiel Georg Büchner. Aber wehe, man kauft als Privatmensch so eine tolle Villa im Bahnhofsviertel oder an der Strandpromenade, da muss man dann bei jeder Renovierung Farben von anno dazumal und handgeschmiedete Nägel aus handgeschöpften Eisen verwenden.Wie gesagt war es neblig. Hier läuft eine Fähre ein.
Hier sieht man sie schon etwas besser.

Tadaa: Kronprins Frederik. Leider läuft er, anders als der Prins Joachim zwei Stunden später, ohne Nebelhorn ein. Ich glaube, dass Kapitän P. vom Prinsen einfach total gerne mit dem ollen Nebelhorn unterwegs ist. Ich finde das super. Weiter so! (In zwei Stunden ist es wieder soweit. Mal sehen, ob er wieder tutet 😉 )

Auch am Strand war es recht übersichtlich.
Welcome to Sahara 😀
Hat jemand den Horizont gesehen?!

Und zuguterletzt ein Bagger nebst Möwe für Frau Tonari und Herrn Ackerbau.

Am Ende mästeten wir uns beim Griechen im Teepott, der dafür, dass er an so prominenter Stelle siedelt, recht lecker und günstig war. Also das Essen, nicht der Grieche 😉

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8 Antworten zu A foggy day in Rostock town

  1. Anikó schreibt:

    Oh, warum fährt die S-Bahn nur bis Warnemünde Werft?
    Und jetzt mal ehrlich, Warnemünde bei Sonnenschein kann jeder, bei Extremwetter wie Nebel oder Sturm ist es richtig reizvoll 🙂

    • hafensonne schreibt:

      Ich finde Warnemünde im Nebel auch super. Vor allem wenn die Fähren einlaufen. Du siehst sie nicht, aber Du spürst sie förmlich (hören natürlich auch), und ich liebe das Nebelhorn (habe ich das schon erwähnt?) Überhaupt liebe ich das Meer bei jedem Wetter, es ist immer anderes Licht, und bei schlechtem Wetter sind nicht soviele Touristen da 😉 Heute war es allerdings recht voll, da im Hinterland das Wetter eher gut war und entsprechend viele Leute anlockte.

      Die Stromgrabenbrücke wird komplett neugebaut, also die Überbrückung der Verbindung zwischen Altem und Neuem Strom. Man kommt zwar mit dem Bus nach Warnemünde, aber der fährt zum Kirchenplatz. Daher, wenn man an die Kaikante will, muss man laufen.

  2. Frau Tonari schreibt:

    Hach, hach. Das sind so, so schöne Bilder. Stimmungsvoll. Ich fühle förmlich die Feuchtigkeit und höre, wie sich alles wie in wundersame Watte gepackt anhört. Toll.

  3. Herr Ackerbau schreibt:

    Sehr stimmungsvoll. Und der Bagger ist natürlich fantastisch.

  4. allesistgut schreibt:

    Ja, der Seenebel kam gestern mächtig rein. Wir waren auf dem Weg zum Geocachen, als es uns erwischte. Aber die Sonne konnte sich zum Glück größtenteils durchsetzen. Im Gegensatz zu Warnemünde, wie ich sehe. Im Nebel sieht immer alles so schön mystisch aus. Tolle Stimmungsfotos haste eingesammelt. Das mit dem Zwiebelschuppen finde ich absolut schade. 😦

    • hafensonne schreibt:

      Toll, dass Euch die Bilder so gut gefallen! Das mit dem Zwiebelschuppen ist eine einzige Frechheit, wie alles andere, das ich bislang – ich lebe seit 5 Jahren hier – in Rostock im Zusammenhang mit dem Denkmal“schutz“ erlebt habe. Das ist eine echte Farce.

      Ich liebe ja vor allem das Nebelhorn! Leider gibt es nur einen von den regelmäßigen Fährkapitänen, der es auch wirklich immer einsetzt.

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