Zum ersten Mal

lote ich den Placeboeffekt aus.

Als Schreibtischtäter ist man ja eigentlich automatisch schultermuskulaturverspannt. Echte Schmerzen habe ich eigentlich nicht, nur manchmal eben so ein Hmpf-Gefühl zwischen den Schulterblättern.

Gestern hatte dann der (Medizin studierende) Hiwi des Instituts, das mich ein wenig adoptiert hat, Tapes dabei. Ihr wisst schon, der letzte Schrei der Physiotherapie, diese bunten Klebchen, die auf die Problemzone aufgeklebt werden und dann verschwindet diese und dann passieren allerlei wundersame Dinge. In verschiedenen Farben, auf jeden Fall leuchtend. Rote Klebchen wärmen (gut bei Verspannung) und blaue kühlen (gut bei Verstauchungen). Der Hiwi geht nämlich nebenher beim Chefgipser der Uniklinik in die Lehre und lernt dort gipsen und tapen. Da hab ich mir gedacht, lass den doch mal Klebchen zwischen die Schultern beppen, schaden kann es ja bekanntlich nicht.

So kam es, dass ich gleich als Vorführobjekt herhielt, da Hiwi #1 (9. Semester) Hiwi #2 (7. Semester) das tapen gleich erläuterte und dabei mit den schönen lateinischen Muskelnamen um sich warf und auch eine Stelle benannte, über die man niemals tapen dürfe, da einem im Extremfall die Patientin dann auch abschmieren könne. Ich hab das nicht weiter hinterfragt, aber er hat es offensichtlich geschafft, dieses zu vermeiden.

Nun ist ein Tag vergangen, und außer dem etwas gewöhnungsbedürftigen Gefühl, wenn man sich auf der Schulter kratzt und denkt, Hä? Stoff?, habe ich noch nicht viel bemerkt. Dazu muss allerdings erwähnt werden, dass wir gestern Kaminholz in Form zweier Raummeter Buchenholz geliefert bekommen haben, die ich per Schubkarre zum Holzunterstand brachte, wo der Kapitän damit Tetris spielte die Scheite ordentlich einstapelte. Tja, und ob nun das Tape oder die feine körperliche Betätigung gut waren, ist somit nicht mehr zu differenzieren.

Fakt ist aber, dass ich die Tapes noch 6 Tage tragen werde, während ich einigermaßen realistisch davon ausgehe, dass in den folgenden Tagen nicht noch weitere Raummeter Buchenholz verräumt werden müssen. Ich werde also weiter berichten.

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Eine Antwort zu Zum ersten Mal

  1. allesistgut schreibt:

    Tja, das war ja nun schlechtes Timing, dass das Holz dazwischen kam. Gute Besserung! 😉

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