Salzzitronen

Eigentlich ein Zufallsfund. Zum Thema outtakes from your kitchen waren Foodblogger aufgerufen, „Rezepte“ zu bringen, die sie selbst für so dermaßen einfach, simpel und alltäglich halten, dass sie sie selbst nicht mal als Rezept bezeichnen würden. Die Autorin Sabine Schlimm bloggte dafür sogenannte marokkanische Salzzitronen. Da ich extrem neugierig war, wie man sich wohl ein Aroma vorstellen muss, dass einerseits zwar ausschließlich aus Salz und Zitronen zusammengesetzt ist, andererseits aber keinesfalls nach diesen Zutaten schmecke und eigentlich unbeschreibbar sei, musste ich natürlich welche nachbauen. Unglücklicherweise sollen die Zitronen 2-3 Monate im Salz bleiben, bevor sie verwendet werden. Man muss also immer wieder mal Gläschen ansetzen, um immer welche parat zu haben, wenn man sie braucht. Und da ich nun ENDLICH das erste Glas aufmachen durfte, muss ich feststellen, dass man wirklich immer welche parat haben muss. Das Aroma ist nämlich gar nicht, wie man erwarten würde, – Achtung – einfach sauer und salzig, sondern irgendwie anders, harmonisch und unbeschreibbar :-p. Sowohl mit den eingelegten mondgetrockneten Tomaten als auch in der Paella und im vorhin schnell hingerotzten Tomaten-Brot-Salat bringen sie eine tolle Geschmackserweiterung zustande. Ich stelle sie mir auch großartig mit Hähnchen oder Kaninchen oder als Erweiterung des neulich von mir erfundenen Joghurt-Minze-Knoblauch-Dip vor. Überhaupt mit Minze müsste die Kombi fein sein. Alles ausprobieren!

Es geht denkbar einfach:

Ein Glas (besser mehrere, vor allem beim ersten Mal) mit Schraubverschluss oder entsprechend Weckgläser heiß ausspülen und die zu verarbeitenden Zitronen ebenfalls sehr heiß bzw. mit kochendem Wasser abspülen, dann vierteln oder achteln (in den Originalrezepten bleibt die Zitrone wohl ganz und wird nur eingeschnitten, das sieht hübsch aus, ist später aber eher unpraktisch, wenn man die Teile verwenden möchte) und mit einer ordentlichen Ladung Salz jeweils zwischen den Stücken ins Glas schichten, aber nicht quetschen. Wenn das Glas voll ist, mit kochendem Wasser aufgießen und das Glas fest verschließen. Nun für 2-3 Monate an einen dunklen und kühlen Ort stellen. Fertig.

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3 Antworten zu Salzzitronen

  1. Sabine schreibt:

    Ach, ich freu mich so, dass ich Dich zu den Salzzitronen verführen konnte! Schöner Artikel.

  2. Pingback: Selbstgemacht: Köfte | hafensonne

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