Die Ausbeute zweier Schatzsuchen

[Wie immer erst das Bild, Text folgt.]

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Dazu denkt Euch bitte mit Euerm geistigen Auge mehr als 100 Hühnergötter unterschiedlichster Form und Größe. Da es genau 10 Donnerkeile sind und ich die Grundgesamtheit mit über 100 Items ausreichend groß finde, behaupte ich jetzt einfach mal ein Verhältnis zwischen Donnerkeilen und Hühnergöttern von 1:10. Man muss sich also ca. 10mal nach einem Hühnergott bücken, um einen Donnerkeil zu finden. Noch seltener sind versteinerte Seeigel. Ich habe bei beiden Exkursionen jeweils einen gefunden! Die Freude über einen solchen Fund kann man erst dann verstehen, wenn man selbst einen gefunden hat 😉 (im letzten Jahr hat der Capitano einen Seeigel, der in einem Feuerstein steckte, gefunden, also was ganz Besonderes. Ich war unendlich neidisch auf ihn, und er hat sich gefreut wie ein kleiner Junge ❤️).

Nun ist das mit so einer Schatzsuche so eine Sache. Naturgemäß, wenn man als Einheimischer erst nachmittags an den Strand von, sagen wir mal Warnemünde kommt, dann hat es sich weitgehend ausgeschatzt. Besonders an schönen Tagen. Ich glaube, ich habe in Warnemünde noch nie auch nur einen Hühnergott gefunden. Ganz anders die Angelegenheit drüben in Dänemark. Zum einen geht der Däne, wie bereits mehrfach berichtet, ohnehin nicht so gerne an den Strand. Stundenlange Strandspaziergänge sind praktisch unbekannt. Der Strand dient allenfalls als Übertrittsgebiet zwischen Festland und Meer, wenn das Meer warm genug zum Baden geworden ist. Zum anderen scheint die Gedser Odde, also die Südostküste von Falster, eine Art Fossilien- und andere geologische Kostbarkeitenmagnet zu sein, was sich auch in dem schönen Museum Det sorte museum (das schwarze Museum) bestaunen lässt, das eine sehr interessante und vor allem umfassende Sammlung allerlei schöner Steinchen und dergleichen bietet, die zwar nicht alle von Gedser Odde sind, aber doch ein guter Teil davon. Wir haben nun beim ersten Ausflug den südlichen Teil der Steilküste abgegrast und beim zweiten sind wir dann von Norden gekommen – ein Strandabschnitt, der außer durch Selberlatschen kaum zugänglich ist. Wie schon im Sommer berichtet, bückt man sich eigentlich nur noch nach einem Hühnergott, wenn man schon von oben sieht, dass der Stein definitiv ein Loch hat. Alles andere wäre Energieverschwendung und durch nichts zu rechtfertigender vorzeitiger Verschleiß für diverse Körperteile. Trotzdem geht man natürlich immer irgendwie gesenkten Kopfes, was einem abends die Nackenmuskulatur dankt.

Aber eben wunderbar – kein Mensch weit und breit, und dann die unregelmäßig intermittierende Ausschüttung von Dopamin im Belohnungssystem – herrlich.

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2 Antworten zu Die Ausbeute zweier Schatzsuchen

  1. Frau Tonari schreibt:

    Ich habe auf der badezimmerlichen Fensterbank einen Hühnergott, vom dem ich vergaß, wo ich ihn fand. Vielleicht auf Rügen. Jedenfalls ist der so groß, dass er in einem Thriller durchaus eine Hauptrolle spielen könnte. Zum Glück aber ist hier niemand jähzornig.
    Einen Donnerkeil hingegen hatte ich noch nie.

  2. Pingback: Hier auch Osterfunde | hafensonne

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