Auf zu neuen Ufern

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Aus Gründen weilten wir am Wochenende auf der Insel Rügen. Höchste Geheimhaltungsstufe! Untergebracht hatten wir uns spontan in einem 4-Sterne-Wellness-Tempel an den Gestaden eines Boddens. Von dem konnten wir zunächst feststellen: Wie Sie sehen, sehen Sie nix. Näbel. Dunst. Auch im Innern des Hotels zunächst, naja, Enttäuschung möchte ich nicht sagen. Aber wie bereitet man sich auf vier Sterne und vorgebuchtes Candle-Light-Dinner vor? Richtig. Hemd und Bluse waschen und bügeln. Rock und Strumpfhose einpacken. Und dann ab in den Mahlzeiteneinnehmeraum. Was mussten meine entzündeten Augen erspähen? Damen im Hippiepulli mit voluminösen Schals, Herren in Harley-Davidson-T-Shirts und Vollrauschebart. Danke, Schatz, dass Du Dich trotzdem so umwerfend hübsch gemacht hast!

Weitere Highlights:

In keinem der zahlreichen Flyer auf dem Zimmer, in denen hauptsächlich vermerkt ist, dass man sich bei Anliegen aller Art an die Rezeption wenden möge, war die Telephonnummer der Rezeption vermerkt – dafür allerdings die Nummer für die Kosmetikterminabsprache. Die Mitarbeiterin an der Rezeption wusste die Telephonnumer der Rezeption ebenfalls nicht.

„Sie haben doch die Karte vom Zimmerservice.“ „Ja, da steht die Nummer aber nicht drauf.“ „Und dann das Faltblatt Von A bis Z!“ „Nein, da steht sie auch nicht drin.“ „Und am Telephon, die Kurzwahltaste…“ „Nein, auch am Telephon ist nichts zu finden.“

Die Speisen auf der Karte des Zimmerservice konnte man wohl gegen einen kleinen Serviceaufschlag aufs Zimmer bestellen, keinesfalls aber in der Hotelhalle verspeisen.

Beim Candle-Light-Dinner haben wir eine gefühlte Dreiviertelstunde (als geübte 4-Sterne-Gäste hatten wir nicht nur schicke Garderobe an, sondern auch unsere Telephone nicht mit) auf das Dessert gewartet – nach der Ankündigung, dass es gleich komme.

Die Speisen selbst und auch das Frühstück waren allerdings top. Leider hatten wir vom Wellnessbereich aus Gründen nix.

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2 Antworten zu Auf zu neuen Ufern

  1. Frau Tonari schreibt:

    Nee, eigentlich gefällt mir das nicht, aber ich wollte quasi ein like für den Artikel dalassen.
    Uns geht es nämlich ähnlich. Offenbar werden mitunter die ****-Sterne-Pakete verramscht. So bleiben Kultur und Etikette mitunter auf dem Parkplatz stecken. 😉
    Ich bin vor allem dann immer frustriert bis hoch erbost, wenn ein Wellness-Hotel der gehobenen Art schon bei der Anreise am frühen Freitagnachmittag keine freien Plätze für Massage, Kosmetik oder anderen „Behandlungen“ mehr bietet. Mal ist die einzige Fachkraft überbucht, mal hat sie am Wochenende frei (Es sei ihr gegönnt, aber wo bleibt in einem 4-Sterne-Schuppen der Ersatz?) , mal geht irgendetwas in der Technik nicht. Und so richtig in Fahrt könnte ich kommen, wenn nicht mal Alternativen aufgezeigt werden oder kein Hauch von Dienstleistungsmentalität zu spüren ist. Friss Wellnessie oder komm nie wieder 😉
    Merke: Auch Wellness-Bedürfnisse sind bei Urlaubsbuchung bereits anzumelden. Schriftlich, verbindlich und ohne Rezeption 😉

    • hafensonne schreibt:

      Nicht einfach nur bereits bei Buchung anmelden, sondern schriftlich in dreifacher Ausfertigung beantragen, begründen (aktuelles Portrait- und Bikinibild) und dann auf Bewilligung hoffen…

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