Los projectos zucchino maximo

OK, die der am Freitagabend überreichte Neandertalerkeule Zucchino wurde am Wochenende zu 100% verarbeitet! Nichts mehr vom Ursprungszustand ist zu sehen. Zum einen gab es wieder einmal Moussaka mit ohne Auberginen. Das kommt mir entgegen, denn Auberginen sind nicht so mein Fall. Auch die Kartoffeln kamen in nur homöopathischer Dosis hinein, einmal aus logistischen Gründen (mehr waren nicht da), einmal aus volumentechnischen Gründen (Zucchini war ja genug da). Aber der Reihe nach.

Man nehme den guten gusseisernen Bräter und erhitze ihn sanft. Wenn er so mittelheiß ist, großzügig Olivenöl angießen, darin ebenso großzügig Butter schmelzen. Wenn man das Olivenöl in den schon heißen Bräter gibt, sollte es eigentlich nicht rauchen. Feingeschnittene Zwiebeln darin andünsten. Knoblauch und Kräuter nach Geschmack bzw. was der Balkon so hergibt, sowie Chili nach Bedarf beifügen. Hackfleisch (Menge nach Geschmack und Kapazität wählen) zugegeben und braten, bis es leicht knuspert. Gilt nur für Rindshack. Wer lieber Schwein/gemischt mag, sollte erst das Fleisch anbraten, damit das Wasser ausdampft. Oder gescheites Biohack verwenden. Brat und brutzel, bis man der Meinung ist, dass einige kleingeschnittene Tomaten beigefügt werden können. Schmor. Nun gleichzeitig mit der so häufig benötigten dritten Hand eine Béchamelsauce zaubern (helle Mehlschwitze, Muskatnuss, Milch und Rühren!) Falls verfügbar, sollte ein begabter Assistent derweil auch die Kartoffeln schälen/putzen und in feine Scheiben schneiden sowie auch Zucchinischeiben herstellen. Alles zusammen dann im Bräter schichten, wir haben folgende Reihenfolge eingehalten: Zucchini-Hackfleischsauce-Béchamelsauce-Kartoffeln-Zucchini-Hackfleisch-Kartoffeln-Béchamelsauce-Kääääääääse und zwar Cheddarkäse und sonst gar nix! Jetzt alles für längere Zeit in den 180°-Ofen (wir haben Kombi-Umluft-Ober-Unter-Hitze), bis das ganze einen seimlichen Eindruck macht. In die Käseblasen noch Paprika applizieren. Dann aufessen – Vorsicht heiß! Nach Geschmack mit Worcestersauce verfeinern. Zucchinispendende Nachbarn, falls vorhanden, mit einer Probeportion versorgen.

Den „Rest“ (es waren eher so 80%) haben wir zu Suppe verarbeitet und eingefroren. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Chili, Olivenöl und Butter in bewährter Kombination im großen (!) Bräter anschmöcken. Möhren, Sellerie und Lauch zerschnippelt folgen lassen. Zersäbelte Zucchini beifügen und alles kräftig anschmoren. Brühe der Wahl und/oder Vino beifügen, Deckel drauf, längere Zeit in Ruhe lassen. Abkühlen lassen, pürieren, abschmecken. Einfrieren. Auf Suppenhiiper warten.

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2 Antworten zu Los projectos zucchino maximo

  1. Anikó schreibt:

    Also das Wort „seimlich“ ist mir auch noch nicht untergekommen, Aber Moussaka ist geiles Zeug! Muss ich auch mal wieder machen, wenn ich wieder in der Heimat bin. Ansonsten fallen mir adhoc noch mindestens 10 verschiedene Methoden zur Verwertung der Neanderthalerkeule ein, aber irgendwie wurden mir Deine Beiträge erst heute angezeigt. Komisches WordPress!

  2. hafensonne schreibt:

    Seimlich ist ein Spezialwort und kommt daher, wenn man das Wort „ziemlich“ amerikanisch ausspricht :-p Ethymologie dann nächste Woche mündlich 😉 Tja, pöhses WordPress!

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