Tomatenschwemme?

Leute, ich hör’s von allen Seiten: Wohin mit diesen ganzen wunderschönen Tomaten? Aber Ihr wisst ja, wo Euch geholfen wird. Eine wunderbare Methode der Mätchenentsorgung weiß Frau Paprikameetskardamom. Eine weitere hat der Kapitän in der Brigitte in der Brigitte entdeckt und geht so:

Man braucht eine nicht zu untiefe Fettpfanne und viele viele kleine Kirschtomaten. Im Rezpt waren es drei Kilo für 1,8 Liter. In meine Fettpfanne passten nur zwei Kilo, dafür habe ich auch weniger Stauraum für das Ergebnis dagehabt.

Kirschtomaten halbieren und in die Fettpfanne geben. Selbstgezupfte Kräuter und Knoblauch nach Geschmack hacken und dazugeben. Salzen, Pfeffern. In den 200° (Umluft) bzw. 220° (sonst so) heißen Ofen geben und da solange schmoren lassen, bis die Pelle anfängt nachzubräunen. Das dauert so ca. 2 Stunden. Spätestens jetzt sollte eine kompetente Assistenz anwesend sein, denn wo die Brigitte lakonisch schreibt „Die Tomaten von der Fettpfanne in einen Topf geben“, droht in Wirklichkeit die Sauerei des Jahrhunderts. Pürieren. Aufkochen. Laut Rezept war das zwar nicht nötig oder vorgesehen, aber uns war der Papp zu fest, wir haben noch ordentlich Wein (roten Italiener) rangeknallt, Fond dürfte es auch tun. Also Aufkochen. Währenddessen haben wir mit unserer dritten Hand oder eben mithilfe des Assistenten die Fettpfanne gesäubert, in den auf 70° runtergekühlten Ofen geschoben und die Fläschchen heiß ausgespült. Nun die Tomatensauce mithilfe von Assistent und Trichter in die Gefäße schütten, diese fest verschließen (Achtung, akute Verbrennungsgefahr!) und in die Fettpfanne stellen. Fettpfanne mit kochendem Wasser füllen, Ofenklappe noch einmal für 30 Minuten schließen, Tomatensauce sterilisieren lassen. Im Ergebnis sieht das dann so aus:

20130824-174946.jpg

Es bietet sich natürlich an, extra zu diesem Behufe die überteuerten, aber schweinsleckeren Smoothies der Berliner Firma Proviant zu erwerben und auszutrinken, denn ein besseres Gefäß als eines mit den Aufschriften Proviant und Liebesgruß bzw. Treibstoff kann ich mir wahrlich nicht vorstellen.

Da wir neben der Tomaten- auch über eine externe Zucchinischwemme verfügen, werden wir morgen mal wieder Zucchini machen, diesmal nicht mit Hack, sondern mit Wiener Würstchen (angebraten) sowie dann auch dieser herrlichen Tomatensauce. Zu Zucchinientsorgungsmöglichkeiten ein ander Mal mehr. Für Ungeduldige: Sucht mal bei Chefkoch.de nach den marinierten Zucchinis ;-).

*note: Alle Temperaturangaben in Grad Celsius!

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3 Antworten zu Tomatenschwemme?

  1. Anikó schreibt:

    Hier herrscht ja gerade akute Tomatenschwemme, dass Tante fast nicht mehr weiß wohin damit. Aber ich befürchte das ist etwas zu experimentell für die Familie hier 🙂 Aber ich habe da nix gegen, wie´rd ausprobiert 🙂

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