Topargument gegen Tradi in den Stadthafen

Eine von der Linken sagte doch tatsächlich, das Tradi darf nicht in den Stadthafen, weil man Schmarl das Tradi nicht wegnehmen, nicht alles nur in die Innenstadt buttern darf.

Hallo? 25.000 Besucher im Jahr. Das ist jetzt nicht gerade rekordverdächtig. Sind diese 25.000 dann anschließend noch einer Schmarl-Bestaunung aufgesessen? Sind die nur wegen Schmarl nach Schmarl gekommen und nur, weil sie einmal da waren, auch aufs Tradi gegangen? Herrje, was für ein Kleinklein. Zehnmal soviel Besucher sind im Stadthafen machbar. Und Schmarl wird den Bedeutungsverlust verkraften können.

Morgen vielleicht mehr, jetzt gibt es erstmal was zu feiern.

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3 Antworten zu Topargument gegen Tradi in den Stadthafen

  1. Anikó schreibt:

    So sehr ich das Tradi in Schmarl mag, es gehört in den Stadthafen, um die ihm gebührende Aufmerksamkeit zu bekommen und dass sich Touris, dass wirklich interessante Innere eines solchen Schiffes mal angucken können. Welcher Touri verirrt sich schon nach Schmarl, bezahlt erstmal Geld um auf’s IGA-Gelände zu kommen (der EIntritt wird wohl endlich auch abgeschafft, sagte Frau Mama) und dann erst ins Tradi … Jungs Jungs Jungs! *kopfschüttel*

  2. Grünschnitt schreibt:

    Fürs Tradi selbst wäre es sicher schön, wenn mehr Menschen es besuchen würden. „Unter der Haube“ möchte die Politikerin jedoch wohl auf ein Problem ansprechen, das ich so auch schon ausgemacht habe: Nämlich dass vor allem „Innenstadtrostocker“ den Begriff Rostock für sich in Anspruch nehmen und die überwiegende Mehrheit der Rostocker damit ausschließen. Diese Mehrheit wohnt nämlich nicht in der Innenstadt. (Und dann gibt’s da noch die Rostocker Spandauer – Warnemünder. Wer die „liebevolle“ Beziehung zwischen Berlinern und Berlin-Spandauern kennt, wird das bestätigen können :D.) Ein Beispiel: Die Fahrradmonitore, die die Stadt angeschafft hat, stehen in der Innenstadt und höchsten bis Reutershagen. Auch bei der Befragung und Auswertung der Fahrradnutzung hat man beispielsweise die Studenten in Warnemünde oder Lichtenhagen in der Erwähnung komplett vergessen, wo doch sonst aber so viel Wert darauf gelegt wird, dass angeblich vor allem Studenten das Rad nutzen würden. Woran das wohl liegt?

  3. hafensonne schreibt:

    Danke für den Kommentar, Grünschnitt. Ja, insbesondere die jungen Stadtteile werden gerne mal vernachlässigt. Meiner Meinung nach ist das aber zumindest im Falle Tradi kein gutes Argument. Um wieviel wird denn Schmarl durch das Tradi aufgewertet? Gar nicht. Wer wegen des Tradi hinfährt, guckt sich deswegen noch lange nicht Schmarl an. Und da sonst auch kein Tourist freiwillig nach Schmarl fährt (wieso auch?), gibt es praktisch keine Laufkundschaft. Die ist nunmal am Stadthafen gegeben. Wenn man also gesamtrostockerisch denkt, wie man mit dem maritimen Erbe umgeht (aktuell haben wir ja nun wirklich eine beschämende Situation), dann kann als logischer Schluss nur die Verbringung in den Stadhafen erfolgen. Weiter in Richtung Jantzen wäre wahrscheinlich noch günstiger wegen der dortigen Parkplätze, aber am Kabutzenhof haben wir ja gerade neuen Platz und sogar mit vorhandenen Dalben geschaffen :-/ Jede andere Stadt würde sich die Finger nach so einem Prachtaushängeschild lecken, aber in Rostock versteckt man das Erbe, lässt es anderswo verrotten, lässt es absaufen, lässt es finanziell so verhungern, dass es auf Betteltour in Europa unterwegs ist und und und. Die Begründungen sind jeweils hanebüchen.

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