Lachen mit der Bahn

Die Bahn macht Scherze:

Erstens, warum stehen ICE 545 und 555 nicht untereinander? Schließlich sind es zwei aneinandergekoppelte Zughälften.

Zweitens, warum haben die beiden Züge eine unterschiedliche Verspätungsbegründung? Schließlich sind sie, ähm, aneinandergekoppelt.

Drittens, was ist eine außerplanmäßige Geschwindigkeitsbeschränkung? Ist das nicht immer Grundlage eine Verspätung, dass die Umstände erstens außerplanmäßig auftreten und zweitens zu Geschwindigkeitsbeschränkungen führen?

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10 Antworten zu Lachen mit der Bahn

  1. ixypixi schreibt:

    ja, logo, die Zugnummern werden nach der zweiten Stelle sortiert, da kommt 5 nach 4.
    und sofern 555 die zweite, d.h. hintere Hälfte ist fährt 545 verspätet voraus. Passt. Das mag sich nach Scherz anfühlen, folgt aber einer inneren Logik – möglicherweise
    Außerdem vergehen bei alldem Nachgrübeln 5 min viel schneller. Alles zum Wohle der Kundin!

  2. hafensonne schreibt:

    Also die innere Logik ist wirklich sehr innert! Warum die zweite Stelle? Und warum nicht an einem Bahnhof, wo der Zug gekoppelt fährt, ihn als 545/555 anführen? Und sollte man nicht an der Schnittstelle Fahrgastkommunikation einen verständlichen Weg verfolgen? Woher auch immer die evtl. unabhängig voneinander entstandene Verspätung kommt, seit Hamm/Westfalen ist die Verspätung beiden Zügen gemeinschaftlich anhängig, also egal, ob ursprünglich beide unterschiedliche Verspätungsgründe hatten… „Verzögerungen im Betriebsablauf“ wäre dann eher angemessen.

    • ixypixi schreibt:

      Diese Argumetation wird eindeutig viel zu sachlich.
      Fahrgastkommunikation und verständlich sind ein sich gegenseitig ausschließendes Wortpaar. Möglicherweise führte ja Verständnis zu Kenntnis und somit evtl zur gefahrvollen Einmischung des bürgerlichen Sachverstandes in die inneren Betriebsabläufe, Was hier wiederum zu dermaßen starken starken Störungen führen könnte, dass Verzögerungen des Betriebsablaufs und in der Folge für den Fahrgast unzumutbare Verspätungen unbedingt zu erwarten wären. Vielleicht aber führte es auch dazu, dass Zugnummern, Zugpläne und Verspätungsbegründungen dermaßen verklausuliert die Werk- und Dispositionshallen verlassen, dass sie mitunter als bebilderte Reisereportage den Weg in die digitale Öffentlichkeit fänden. Nicht auszudenken.

  3. hafensonne schreibt:

    Verzögerungen im Betriebsablauf und in der Folge für den Fahrgast unzumutbare Verspätungen gibt es ja jetzt auch schon, also ohne evtl. gefahrvolle Einmischung des bürgerlichen Sachverstands aufgrund von Kenntnis aufgrund von Verständnis ;-).

    Bzw. „unzumutbar“ sind diese Verspätungen offensichtlich nicht. SIe werden mir ja immer wieder zugemutet!

    Thanx, your comment made my day 😀

  4. ixypixi schreibt:

    gern, wir sehen uns auf einen gratis Drink in der Bahnhofskneipe – UnzumutBar.
    Nur für Inhaber Bahncard 1000, (die dürfen dann auch lounge twittern)
    und macht der Zug sich wieder rar,
    kann man auch mal Vögel füttern

  5. DerKonfident schreibt:

    Also die Frage nach dem Warum bzg. der zweiten Stelle fände ich auch interessant.
    Außerdem, wer sagt denn, dass die beiden Verspätungsbegründungen wirklich unterschiedlich sind? Vielleicht kam es doch nur zu der Außerplanmäßigen Geschwindigkeitsbeschränkung auf Grund der Verspätung des vorausfahrenden Zuges…

    • hafensonne schreibt:

      Hätte, hätte, Fahrradkette! Möchtest Du jetzt mit der Tendenz argumentieren, wo keine Signifikanz vorliegt? Wenn sie, die Verspätungsbegründungen, nicht unterschiedlich sind, dann ist es auch nicht sinnvoll, sie unterschiedlich darzustellen! Jede Geschwindigkeitsbeschränkung ist außerplanmäßig, denn wenn sie es nicht wäre, wäre sie planinhärent und damit Bestandteil des Fahrplans.

      • ixypixi schreibt:

        Heißt das, planmäßig fährt der Zug stets mit Höchstgeschwindigkeit? Obwohl selbst die natürlich beschränkt ist – planmäßig. Technisch bedingt zumindest.

    • ixypixi schreibt:

      ja, es lässt sich wohl Einigung erziehlen, dass die Verspätung nur eine ist.
      Bliebe die Frage nach der zweiten Stelle der Zugnummer. Ist ja typisch, erst will man nur eine Erklärung, warum die Zahlen geordnet sind wie sie geordnet sind, und hat man die Antwort, fühlt man sich zu weiteren Fragen berufen.
      Die erste Stelle ergibt sich aus …. Moment, es war doch nur eine Vermutung…..völlig an den Haaren herbeigezogen, aber…
      also erste Stelle gibt vor 5(00)–9(99) DB nationaler Fern-Taktverkehr
      Und dann kommt :
      Dekade 4: Ost-West-Verkehr
      nördliche Mitte Deutschland

      Dekade 5: Ost-West-Verkehr
      südliche Mitte Deutschland

      Die Züge werden wohl nach Richtung sortiert, die sich offensichlich in der 2. Stelle verbirgt.
      Jetzt ist aber genug, ich mach mich doch nicht zum Pufferküsser.
      Furchtbar auch, dass es immer Erklärungen gibt. Und auch noch so leicht zugänglich. (einschlägige Suchdienste)
      Bah, ich bin schockiert….jede Poesie dahin

      http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=107316

      • hafensonne schreibt:

        Planmäßig fährt der Zug mit der für den Fahrplan und den Streckenabschnitt vorgesehenen Geschwindigkeit. Die kann je nach Streckenabschnitt erheblich variieren, ist aber in jedem Falle vorher bekannt. Wenn es also einen Vorfall gibt, der einen Zug zwingt, langsamer zu fahren als vorgesehen, kommt es zu einer außerplanmäßigen Geschwindigkeitsbeschränkung. Da aber überzufällig viele Ereignisse zu einer entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkung (bis hin zu v=0) führen (Personen im Gleis, Notarzteinsatz am Gleis, Böschungsbrand, Fahrleitungsstörung, Weichenstörung, Stellwerksstörung, Nebel, umgestürzte Bäume, Lokführer muss Pause machen, verspäteter vorausfahrender Zug, Warten auf Anschlussfahrgäste, Fahrdraht wurde gestohlen, Schäden an der Strecke, am Triebfahrzeug, an einem Waggon), halte ich es für eine billige Ausrede, die Beschränkung als Grund der Verspätung anzuführen. Vielmehr ist die Beschränkung Folge eines der zuvor aufgeführten Übel und sollte also nicht als Primärentschuldigung angeführt werden.

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