Wenn man keine Ahnung hat

Hier kann man häufig einen sehr großen Hund beobachten, eigentlich schon eine Art Kalb, der langsam, als wüsste er nicht, wohin mit seiner Kraft, über die Wiese stakst und dabei eine eher zierliche Dame oder einen fragilen Herrn hinter sich herzieht, die jeweils bereits Tüte und Küchenrolle dem Hund quasi unters Gesäß halten und also keine Hinterlassenschaften hinterlassen. Wenn man von der Größe des Hundes auf die Größe der Hinterlassenschaften schließt, was meiner Meinung nach zulässig ist, stellt das Verhalten der beiden vorbildlichen Hundebesitzer so etwas wie die gelebte Nachhaltigkeit dar. Denn nach einer Woche ohne Wegräumen könnten die beiden die Wiese wahrscheinlich nicht mehr betreten. Heute abend kam es allerdings beinahe zu einem Eklat, denn eine mir unbekannte Dame pöbelte die beiden vom Balkon aus an, ihres großen, die Wiese zu*enden Hundes wegen. Völlig unberechtigt, wie der junge Mann auch lautstark zu Protokoll gab, während seine Begleiterin „ich köter dir gleich einen“ in ihren vermutlich nicht vorhandenen Damenbart murmelte. Ich beobachtete dies derweil nicht unamüsiert und in voller Bereitschaft, die Ehre der vorbildlichen Hundebesitzer jederzeit zu retten.

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